Installation

Suspended Delirium

Monira Al Qadiri & Raed Yassin
2021
Robotic Performance
Dimensions Variable

Die in Zusammenarbeit entstandene Arbeit „Suspended Delirium“ von Monira Al Qadiri und Raed Yassin durchbricht die formalen Grenzen zwischen Performance, Installation und Robotik und lässt dabei Raum für das Bizarre.

Drei roboterhafte Kopf-Skulpturen, eine männlich gelesene Person, eine weiblich gelesene Person und eine Katze. Angeordnet im Dreieck blicken sie einander an.

Monira Al Qadiri und Raed Yassin, Suspended Delirium, 2021. Robotics performance, 30 Minuten. Dimensions Variable

© Frédéric Duval

  • 30 min

Drei von der Decke hängende, schwebende Roboterköpfe bringen die Abbilder der Künstlerin Monira Al Qadiri, des Musikers und Künstlers Raed Yassin sowie das Haupt ihrer Katze ins ICC. Mithilfe von mit künstlicher Intelligenz erzeugten Stimmen erzählen die rotierenden Köpfe von absurden, sich der menschlichen Logik entziehenden Dingen. Es sind Unterhaltungen über Träume, Verschwörungen, Erlebnisse und Überlegungen, die der Künstlerin während der Zeit des Einschlusses begegneten und im ICC – an einem Ort des Stillstands – eine neue Lesart erhalten. Begleitet von Sounds und einer auf dem Boden ruhenden Bergkulisse, rücken neben Fragen über das Leben in einem von einer Pandemie bestimmten Alltag Themen wie Migration, Isolation und Zerstörung in den Fokus. Wie kann das Gefühl des Wahnsinns, das durch die völlige Entwurzelung von der eigenen Vergangenheit und Heimat entstanden ist, überwunden werden?

„Suspended Delirium“ entstand im Rahmen des Programms „Wild Times, Planetary Motions“ anlässlich des 70. Jubiläums der Berliner Festspiele, das von Natasha Ginwala und Jeroen Versteele kuratiert und pandemiebedingt abgesagt wurde.