Kino
70 Jahre Berliner Festspiele

Master Srinivas Group

Konzert im Rahmen der Berliner Jazztage 1983
Farbe
Philharmonie, 29.10.1983

Die Mandoline wurde bereits in der Renaissance in Kompositionen von Beethoven und Mozart, aber auch in unzähligen Bluegrass-Melodien verwendet. Der indische Musiker Uppalapu Srinivas führte die mandelförmige Laute schließlich auch in die klassische indische Musik ein und fand im Crossover der Genres ein Publikum auf der ganzen Welt.

Uppalapu Srinivas im Kindesalter, der sitzend Mandoline spielt und nach rechts blickt. Srinivas trägt ein weißes Hemd.

Master Srinivas Group, Berliner Jazztage 1983. Film, Farbe, Ton. Filmstill

© RBB

  • 27 min

Als Uppalapu Srinivas 1983 als gerade Vierzehnjähriger mit seiner Band auf den Berliner Jazztagen in der Philharmonie auftrat, stand er noch ganz am Anfang seiner Karriere, dennoch trug er bereits zentnerschwer das Label „Indischer Mozart” mit sich herum. 27 Minuten großes Virtuosentum und pure Freude an der Improvisation eines Vierzehnjährigen. Die Bühne teilte er sich an jenem Oktobertag in Berlin mit keinen geringeren als den Sun Ra Allstars und Miles Davis, was die ZEIT damals maßlos empörte und zu einer Debatte über guten und schlechten Kulturimperialismus verleiten ließ. Vergessen wurde dabei, dass es noch Breakdance der New Yorker Magnificent Force im Pausenfoyer gab – all das live übertragen im Fernsehen.

Besetzung

Mandoline Master Uppalapu Srinivas
Body Percussion R. Subbaraju
Violine M.R. Gopinath
Ghatam, Perkussion T.H. Vinayakram

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