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Radikale Aufmerksamkeit

Verkörperter Austausch im Moment

Bei dieser Veranstaltung treffen Menschen aus verschiedenen Bereichen und mit unterschiedlichen Blickwinkeln aufeinander. Julia Grosse und Pablo Santacana López laden die Teilnehmende, die sich nicht kennen, dazu ein, sich in Zweiergesprächen radikale Aufmerksamkeit zu schenken.

Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung
  • In deutscher und englischer Sprache

Was passiert, wenn wir mit Menschen sprechen, die wir nicht kennen? In ihrem Buch Radical Attention (2020) schreibt Julia Bell: „[...] durch die Folgen der Klimakrise und der Corona-Pandemie erinnern wir uns wieder, dass wir in erster Linie Körper in einer organischen Welt sind.“ Daran anknüpfend ist diese Veranstaltung ein Protest dagegen, dass wir uns zunehmend im digitalen Raum begegnen. Dabei steht zur Diskussion, wie Kunstinstitutionen wie der Gropius Bau zu Orten werden können, die uns dazu einladen einander radikale Aufmerksamkeit zu schenken. Wir wollen uns vor Augen führen, wie die COVID-19-Pandemie unsere sozialen Kontakte beschränkt und unser Leben eingeengt hat. Wir lösen Hierarchien auf und ermöglichen Gespräche zwischen Menschen aus verschiedenen Kontexten und mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Dadurch entfaltet sich ein Austausch im Augenblick: Wie geht es dir? Wie geht es uns?

Radikale Aufmerksamkeit wurde von Julia Grosse und Pablo Santacana López entwickelt.

Julia Grosse (Moderation) ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin von Contemporary And (C&) und assoziierte Kuratorin im Gropius Bau. Sie arbeitet als Dozentin am Institut für Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin. 2020 erhielt sie (zusammen mit Yvette Mutumba) den Preis „European Cultural Manager of the Year“.

Pablo Santacana López ist freier Künstler und Forscher, der in Berlin und Madrid lebt. Er ist Mitbegründer des Kunstkollektivs Vendedores de Humo. Er promoviert derzeit im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Identität und Erbe“ in Weimar.