Gespräch

Nach der Krise ist vor der Krise?

Mit Marylyn Martina Addo, Mohamed Amjahid, María do Mar Castro Varela und Julia Grosse

Diese Gesprächsrunde befasst sich mit sozialen Ungleichheiten und struktureller Diskriminierung, die durch die COVID-19-Pandemie sichtbarer geworden sind. Dabei geht es auch um die Frage, wie diese Missstände überwunden werden können.

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Die COVID-19-Pandemie hatte in den letzten anderthalb Jahren weitreichende Folgen für unseren Alltag, unsere Routinen, Beziehungen und Bedürfnisse. Bestehende Ungleichheiten und strukturelle Diskriminierung sind dabei besonders deutlich geworden. Erfahrungen von Solidarität und Isolation, Ruhe und Nervosität, Ausschluss und Unterstützung waren gesellschaftlich ungleich verteilt. Der beschleunigte digitale Wandel prägte unseren Alltag mehr denn je. In diesem Gespräch diskutieren Marylyn Martina Addo, Mohamed Amjahid, María do Mar Castro Varela und Julia Grosse darüber, welche Bedingungen für die Zukunft geschaffen werden müssen, um diese Missstände zu überwinden.

Marylyn Martina Addo ist Infektiologin und Forscherin. Sie leitet die Sektion Infektiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und ist stellvertretende Koordinatorin am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Impfstoffen gegen Viruserkrankungen. Derzeit arbeitet sie vor allem an der Erforschung des Coronavirus SARS-CoV-2.

Mohamed Amjahid ist freier Journalist in Berlin. Er arbeitet anthropologisch und journalistisch zu Themen wie Menschenrechte, Gleichstellung und Aufstände in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Amjahid ist Autor mehrerer Bücher, darunter Der weiße Fleck: Eine Anleitung zu antirassistischem Denken (2021).

María do Mar Castro Varela ist Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin, promovierte Politikwissenschaftlerin und Professorin für Soziale Arbeit und Allgemeine Pädagogik an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Sie forscht in den Bereichen Gender und Queer Studies, Postcolonial Studies, Critical Migration Studies und Bildungsforschung, Verschwörungstheorien und Trauma Studies.

Julia Grosse (Moderation) ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin von Contemporary And (C&) und Assoziierte Kuratorin im Gropius Bau. Sie arbeitet als Dozentin am Institut für Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin. 2020 erhielt sie (zusammen mit Yvette Mutumba) den Preis „European Cultural Manager of the Year“.

Die Veranstaltung ist Teil der Berlin Science Week.