Gespräch

Reparatur

Mit Kader Attia und Stephanie Rosenthal

Im Gespräch mit Stephanie Rosenthal, der Direktorin des Gropius Bau, stellt Kader Attia sein Verständnis des Begriffs „Reparatur“ vor und dessen Einfluss auf seine künstlerische Praxis.

Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung
  • In englischer Sprache, EN live ÜT

Kader Attia nutzt in seinen Arbeiten verschiedene Medien, um die Spuren des kolonialen Erbes in moderner Architektur und der menschlichen Psyche zu untersuchen. Gemeinsam mit Stephanie Rosenthal erörtert er seine Herangehensweise zu „Reparatur“, indem er drei seiner neuesten Werke vorstellt und auf die kolonialen Bedeutungen des Begriffs eingeht. Attia und Rosenthal sind Ko-Kurator*innen der für 2022 geplanten Ausstellung zu Fürsorge, Reparatur und Heilung im Gropius Bau. Die Art dieser Zusammenarbeit und ihre jeweiligen Prozesse sind ebenfalls Gegenstand des Gesprächs.

Kader Attia wuchs in Algerien und im Pariser Banlieue auf. Seine Arbeiten thematisieren gesellschaftliche Perspektiven auf die eigene Geschichte. Im Mittelpunkt stehen dabei Erfahrungen von Entbehrung und Unterdrückung, Gewalt und Verlust, sowie die Art und Weise, wie sich diese Erfahrungen auf die Entwicklung von Nationen und Individuen auswirken. Attia ist Kurator der 12. Berlin Biennale.

Stephanie Rosenthal ist Direktorin des Gropius Bau. Sie kuratierte international beachtete Ausstellungen wie Wu Tsang: There is no nonviolent way to look at somebody (2019), Garten der irdischen Freuden (2019) und Otobong Nkanga: There’s No Such Thing as Solid Ground (2020).