Ausstellung

YOYI! Care, Repair, Heal

16. September 2022 bis 15. Januar 2023

YOYI! Care, Repair, Heal (YOYI! Fürsorge, Reparatur, Heilung) bringt die vielfältigen, manchmal widersprüchlichen Perspektiven von 25 Künstler*innen und Kollektiven zusammen. Die Gruppenausstellung setzt sich mit Themen wie der Politisierung von Gesundheit, Indigenen Wissenssystemen, Formen von (Wahl-)Verwandtschaft, gerechter Landnutzung und -verteilung, Dekolonisation und den Rechten des Nicht-Menschlichen auseinander, die alle mit verschiedenen Konzepten von Fürsorge, Reparatur und Heilung verwoben sind.

Eine Farbfotografie zeigt eine Gruppe Frauen, im Kreis sitzend, die eine Feinmühle betätigen.

People’s Archive of Rural India, The Grindmill Songs Project , 2020–heute. Installationsansicht (Detail), The Grindmill Songs Project, People’s Archive of Rural India (2020–heute)

© People’s Archive of Rural India

Über die Ausstellung

YOYI ist der Name einer zeremoniellen Zusammenkunft mit Gesang und Tanz, die für die Kultur der Tiwi im Norden Australiens von zentraler Bedeutung ist. YOYI! Care, Repair, Heal bezieht sich auf diesen Ausruf: eine Einladung zusammenzukommen, um gemeinsam zu feiern und zu trauern. Jede*r der 25 eingeladenen Künstler*innen und Kollektive verfolgt unterschiedliche Strategien, die Begriffe Fürsorge, Reparatur und Heilung zu hinterfragen, neu zu erfinden, zu erweitern, aufrechtzuerhalten oder sich von ihnen loszusagen. Einige eröffnen kritische Perspektiven darauf, wie das Konzept der Fürsorge missbraucht wurde. Andere schlagen Methoden der Reparatur vor, die sich grundlegend von westlichen Herangehensweisen unterscheiden. Wieder andere fragen, ob Heilung möglich oder überhaupt notwendig ist. Das Spektrum dieser Stimmen findet seinen Widerhall in Videoarbeiten, Installationen, Malereien und Performances, die im gesamten Erdgeschoss des Gropius Bau gezeigt werden.

Mit Arbeiten und Beiträgen von Pierre Adler, Brook Andrew, Kader Attia, Tosh Basco, Mohamed Bourouissa, Andrea Büttner, Lavkant Chaudhary, Lygia Clark, André Eugène, Artemisia Gentileschi, Johanna Hedva, Jilamara Arts & Crafts Association, Anne Duk Hee Jordan, Eva Kot’átková, Betty Muffler & Maringka Burton, Grace Ndiritu, People’s Archive of Rural India, Outi Pieski, Paula Rego, Tabita Rezaire & Amakaba, Georgia Sagri, Yhonnie Scarce, Reginald Sénatus (Redji), SERAFINE1369 und Wu Tsang

Kuratiert von Brook Andrew, Kader Attia mit Giscard Bouchotte, Natasha Ginwala und Bárbara Rodríguez Muñoz, unter der kuratorischen Leitung von Stephanie Rosenthal in Zusammenarbeit mit SERAFINE1369, In House: Artist in Residence 2021

Inhaltlicher Hinweis
Bestimmte Werke in dieser Ausstellung thematisieren physische und psychische Traumata in Verbindung mit sexueller und kolonialer Gewalt sowie Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus, teilweise in expliziten Darstellungen. Darüber hinaus werden in einigen Werken laute Bässe verwendet. Einige Besucher*innen könnten das beunruhigend finden. Der Besuch der Ausstellung erfolgt nach eigenem Ermessen.

Zum Ausstellungsimpressum

Realisiert in Zusammenarbeit mit  Mindscapes, dem internationalen Kulturprogramm zum Thema psychische Gesundheit von  Wellcome; gefördert durch die  Peter und Irene Ludwig Stiftung

Partner der  Berlin Art Week
Partner:  Wall,  Yorck Kinogruppe
Medienpartner:  Arte,  BerlinArtLink,  Cosmo,  Elephant,  Monopol,  Tagesspiegel