Konzert

Rodrigo Amado’s The Bridge

Der trotz seiner langjährigen Erfahrung stets neugierige portugiesische Tenorsaxofonist Rodrigo Amado präsentiert ein aufregendes neues Quartett mit drei der weltbesten Improvisatoren: Pianist Alexander von Schlippenbach, Bassist Ingebrigt Håker Flaten und Schlagzeuger Gerry Hemingway.

Collage mit Rodrigo Amado, Alexander von Schlippenbach, Ingebrigt Håker Flaten und Gerry Hemingway, die zusammen das Improvisationsquartett The Bridge bilden

Rodrigo Amado

© Cristina Marx, Frank Rubolin, Petra Cvelba, Peter Grannushkinr

Deutschlandpremiere

Rodrigo Amado’s The Bridge

(PT, DE, USA, NO)

Trotz seiner wohlverdienten Reputation als beharrlicher Experimentalist auf dem Saxofon, der das klangliche Spektrum seines Instruments immer wieder neu auslotet, bleibt Rodrigo Amados Ästhetik stets im Jazz verwurzelt. Selbst wenn der Portugiese Klänge scheinbar aus dem Nichts generiert, verleiht er ihnen stets Form und rhythmischen Drive. Mit drei Gleichgesinnten hat er nun ein ebenso internationales wie generationsübergreifendes Improvisationsquartett unter dem Namen The Bridge gegründet, benannt nach dem gleichlautenden Titel des zeitlosen Sonny-Rollins-Albums. Gemeinsam blicken der norwegische Bassist Ingebrigt Håker Flaten, der amerikanische Schlagzeuger Gerry Hemingway und der Berliner Pianist Alexander von Schlippenbach auf mehrere Jahrzehnte gelebter Geschichte der frei improvisierten Musik zurück. Von Schlippenbach, der bereits mit Amados Motion Trio zusammengearbeitet hat, gilt als Mitbegründer des Free Jazz. Mit seiner durchdringenden Präsenz als verbindende Kraft gelingt es ihm immer wieder, das musikalische Geschehen klanglich auf eine neue Ebene zu heben. Wenngleich er mit seinen scharfen Melodielinien die Atmosphäre zum Kochen bringen und damit im Handumdrehen die Kontrolle über die Situation gewinnen kann, zieht es ihn stets zur Interaktion mit seinen Mitstreitern. Flaten balanciert am Kontrabass ungestümen Druck gegen seine zutiefst musikalischen Instinkte aus. Und Hemingway hat sich mit bemerkenswerter Sorgfalt Grundlagen im Post-Bop, aber auch im Free Jazz und der zeitgenössischen Musik erarbeitet und setzt mit seiner Spieltechnik nachdrücklich Akzente. Beim diesjährigen Jazzfest Berlin gibt das Quartett sein Berlin-Debüt.

Rodrigo Amado Tenorsaxofon
Alexander von Schlippenbach Klavier
Ingebrigt Håker Flaten Kontrabass
Gerry Hemingway Schlagzeug