Konzert

Playing the Haus

Denzler/Grip/Johansson // Die Hochstapler // Umlaut Big Band // Shadows of Forgotten Ancestors // Ullén/Bergman/Lund // Synesthetic4 // Camille Émaille // Tarozzi/Walker // OTTO

Am Freitagabend steht das Festspielhaus kopf: Nebenschauplätze werden zum Zentrum des Geschehens, das Publikum tanzt auf der Bühne und Livemusik erfüllt das ganze Gebäude. Ein Ticket verschafft Zugang zu drei parallel bespielten Konzertflächen und einem abwechslungsreichen musikalischen Programm, wenn unter dem Motto „Playing the Haus“ europäische Improvisationsmusik par excellence zelebriert wird.

Ein sechseckiger, gezackter Stern, der das Visual der Veranstaltung „Playing the House“ bildet

Playing the Haus

Große Bühne: „Umpire Jumble“

Drei Ensembles laden dazu ein, das Bühnenhaus jenseits des eisernen Vorhangs zu betreten und in den kreativen Kosmos des Künstler*innenkollektivs Umlaut einzutauchen. In akustischen Sets und einem auch in räumlicher Hinsicht gemeinsam gestalteten Abend feiern sie die Vielfalt der improvisierten Musik jenseits von Schubladen wie E- oder U-, Konzert- oder Tanz-, Kunst- oder Clubmusik. Dabei wird unter anderem Sven-Åke Johansson, dem die 2022er-Festivaledition einen Schwerpunkt widmet, in mehreren Rollen zu erleben sein und die Bühne zur Tanzfläche umfunktioniert.

Ab 21:30

Denzler / Grip / Johansson

(DE, SE)

Zu den Besonderheiten der Ästhetik des Umlaut-Kollektivs gehört das spielerische Miteinander von freier Improvisation, zeitgenössischer Musik und Swing. Die Mitglieder von „Neuköllner Modelle“ – Schlagzeuger Sven-Åke Johansson und Kontrabassist Joel Grip, beide in Schweden geboren und in Berlin lebend, sowie der in der Schweiz geborene und in Paris lebende Saxophonist Bertrand Denzler – verkörpern die Schnittmengen dieser Traditionen, ohne dass die vermeintlichen Grenzen zwischen den Spielweisen und ästhetischen Konzeptionen ihrer gemeinsamen Improvisationsmusik jemals im Weg stehen würden. Angetrieben von den reduzierten Swing-Rhythmen Johanssons, dessen Ride-Becken als eine Art psychedelisches Metronom fungieren, reiht sich das Trio in eine Traditionslinie genreüberschreitender Saxofontrios ein. Die Verbindungen etwa zu den Village-Vanguard-Trio-Aufnahmen von Sonny Rollins sind kaum zu überhören, insbesondere in der Art und Weise, wie prägnante Motive aus verschiedenen Perspektiven seziert werden. Denzler, der sich in den Kompositionen Éliane Radigues ebenso beheimatet fühlt wie in der Musik Mary Lou Williams’, drängt dabei oft mit ausgedehnten Improvisationen in den Vordergrund, die sich durch die atmenden, organisch schneller und langsamer werdenden Rhythmen Grips und Johanssons winden. Diese Musiker könnten nicht besser aufeinander abgestimmt sein.

Besetzung

Bertrand Denzler Saxofon
Joel Grip Kontrabass
Sven-Åke Johansson Schlagzeug

22:40

Die Hochstapler

(FR, IT, DE)

Als eine der derzeit spannendsten Gruppen in der improvisierten Musik machen Die Hochstapler der Bezeichnung Freebop alle Ehre. Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat das französisch-italienisch-deutsche Quartett eine intuitive Praxis entwickelt, bei der jedes Set spontan strukturiert wird. Die Musiker – Altsaxofonist Pierre Borel, Trompeter Louis Laurain, Bassist Antonio Borghini und Schlagzeuger Hannes Lingens – eignen sich durch Zuhören und Nachspielen ein ständig wachsendes Repertoire an, innerhalb dessen jeder von ihnen während einer Session ein neues Stück einführen kann. Die anderen steigen entweder darauf ein oder lassen die Initiative ins Leere laufen. So funktioniert das Quartett als eine Art gesellschaftliches Experiment, bei dem Melodien als Material für musikalische Konversationen und kollektive Gestaltung in Echtzeit dienen. Zwei kürzlich veröffentlichte Alben der Band verdeutlichen diese Methodik. „Beauty Lies“ enthält hauptsächlich Miniaturen – sekundenlange Fragmente, prägnante Themen ohne Ausarbeitung, einige vollständige, wenngleich knappe Interpretationen von beseeltem Post-Bop sowie eine Ballade, die vom Trompeter der Gruppe im Stile Chet Bakers gesungen wird. Diese Miniaturen dienen im Wesentlichen als Rohmaterial für die beiden erweiterten Suiten auf dem Begleitalbum „Within“. In Anlehnung an die Lebendigkeit des großen Ornette Coleman Quartetts swingt und kollidiert die Band, vertieft sich in bestimmte Themen und rast durch andere hindurch. Der Reiz liegt darin, ihnen dabei zuzusehen, wie sie das Material in einer Art elaboriertem Tanz umspielen, bei dem Sackgassen und Unstimmigkeiten ebenso produktiv sind wie spontane Übereinstimmung.

Besetzung

Pierre Borel Altsaxofon
Louis Laurain Trompete
Antonio Borghini Kontrabass
Hannes Lingens Schlagzeug, Vibrafon

22:20 & 23:40

Umlaut Big Band

(FR)

Die 2011 vom Saxofonisten, Komponisten und Produzenten Pierre-Antoine Badaroux in Paris gegründete Big Band vereint scheinbar mühelos zwei sehr unterschiedliche Anliegen: Als erstklassige Repertoire-Big-Band interpretiert sie auf geschichtstreue Art und Weise Musik der Swing-Ära, die bislang nur wenig Berücksichtigung fand. Zugleich unterhält sie das Publikum mit mitreißender Tanzmusik.
Nachdem die Umlaut Big Band sich vor allem mit den Kompositionen des Saxofonisten, Klarinettisten und Arrangeurs Don Redman sowie wenig bekannter Swing-Musik aus Europa beschäftigt hatte, brachte sie 2021 mit „Mary’s Ideas“ eine Platte über die brillante Pianistin und Komponistin Mary Lou Williams heraus. Das Album ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche von Badaroux und seinem Kollegen Benjamin Dousteyssiers über die titelgebende Musikerin. Sie ergänzten Williams’ bekanntere Arrangements um Stücke, die sie zum Teil vor dem Vergessen bewahrt, aus Fragmenten zusammengesetzt oder auch neu arrangiert hatten. Im Zentrum stand dabei die Arbeit an Titeln ihres klassischen Trio-Albums „Zodiac Suite“. Inmitten des „Umpire Jumble“ auf der großen Bühne des Festspielhauses zeigt sich die Big Band aber noch von einer weiteren Seite: Bereits in der Vergangenheit hat sie in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Jazzmusiker*innen wie Alexander von Schlippenbach auch neue Kompositionen und zeitgenössische Musik zur Aufführung gebracht. Beim Jazzfest Berlin wird sie unter anderem eine Komposition Badaroux’ zum Besten geben, die sich mit der Musik Sven-Åke Johanssons auseinandersetzt, bevor sie zum großen Finale des Abends auf umgebauter Bühne swingend zum Tanz aufspielt.

Besetzung

Sven-Åke Johansson Gesang
Pierre-Antoine Badaroux Regie, Altsaxofon
Antonin-Tri Hoang Altsaxofon, Klarinette
Pierre Borel Tenorsaxofon, Klarinette
Geoffroy Gesser Tenorsaxofon, Klarinette, Bassklarinette
Benjamin Dousteyssier Bariton-, Alt- und Basssaxofon
Brice Pichard, Pauline Leblond, Gabriel Levasseur Trompete
Michaël Ballue, Alexis Persigan Posaune
Matthieu Naulleau Klavier
Romain Vuillemin Gitarre, Banjo
Sébastien Beliah Kontrabass
Antonin Gerbal Schlagzeug

Kassenhalle

Drei weitere Beispiele europäischer Improvisationskunst sind in der Kassenhalle zu erleben. Die lyrischen Schwärmereien der ukrainischen Pianistin Kateryna Ziabliuk treffen im audiovisuellen Musikprojekt „Shadows of Forgotten Ancestors“ auf poetische Bildgewalten. Und auf die eleganten Improvisationen eines Trios der schwedischen Pianistin Lisa Ullén folgen verzweigte rhythmische Enigmen der Wiener Gruppe Synesthetic4.

21:30 / Deutschlandpremiere

Shadows of Forgotten Ancestors

(UA, RO) Musical storytelling

Die Geigerin Anna Antypova und die Sängerin Maryana Golovchenko kommen beide aus der Ukraine, leben und arbeiten jedoch derzeit in Amsterdam. Aus ihrer Zusammenarbeit als Duo (seit 2021) entstand das neue Storytelling-Projekt „Shadows of Forgotten Ancestors“, das bisher nur in den Niederlanden aufgeführt wurde. Das Projekt enthält Bildmaterial aus dem gleichnamigen Film des armenisch-ukrainischen Filmemachers Sergei Paradschanow von 1965 und basiert zudem auf der Filmmusik, die traditionelle Volksmusik und Kompositionen des Ukrainers Myroslav Skoryk miteinander verbindet. Als Klassiker der Filmgeschichte nimmt dieses Werk eine wichtige Stellung in Paradschanows Œuvre ein, das mit seinem zugleich kritischen und poetischen Ansatz schnell zur Zielscheibe sowjetischer Zensur wurde.

Bei der deutschen Erstaufführung von „Shadows of Forgotten Ancestors“ beim Jazzfest Berlin 2022 werden Antipova und Golovchenko von der in Mailand lebenden Ukrainerin Kateryna Ziabliuk am Klavier unterstützt. Ziabliuk hat sich in ihrem eigenen Werk explizit mit folkloristischer Musik auseinandergesetzt, vor allem in „Forest Song“ aus dem Jahr 2019. Das Musiktheaterstück basiert auf Liedern aus dem ukrainischen Teil der historischen Landschaft Polesien im Grenzgebiet zu Belarus und Russland. Ihr Interesse an ukrainischer Folklore wird auch in das Festivalprogramm am Samstagabend einfließen, wenn sie auf der Hauptbühne mit dem in Auftrag gegebenen Kooperationsprojekt „KOMПOUSSULĂ“ auftritt.

Besetzung

Maryana Golovchenko Gesang, traditionelle ukrainische Instrumente
Anna Antypova Violine, Elektronik
George Dumitriu Sounddesign
Olha Chernii Video
Special guest: Kateryna Ziabliuk Klavier, Stimme

22:40 / Deutschlandpremiere

Ullén / Bergman / Lund: „Space“

(KR, SE)

Es ist kein Geheimnis, dass Schweden auf eine reiche Jazzgeschichte zurückblicken kann. In den letzten Jahrzehnten hat sich unter dem Radar zudem eine junge, florierende Szene an Experimentalist*innen entwickelt. Zu deren bemerkenswertesten Akteur*innen gehört ein Trio, das nun sein Berlin-Debüt gibt: Lisa Ullén, seit den 1990er-Jahren als Pianistin aktiv, die Bassistin Elsa Bergman und die Schlagzeugerin Anna Lund – allesamt Gründungsmitglieder der Formation Anna Högbergs Attack, die in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit auf die Stockholmer Szene gelenkt hat. „Space“, das 2022 erschienene Debütalbum des Trios, offenbart eine ästhetisch noch eigenwilligere Improvisationspraxis. Die Musikerinnen spielen reibungslos zusammen, lassen Rhythmen hochkochen und wieder abebben, um im nächsten Moment zu überraschend anmutigen Passagen überzugehen. Bergman besetzt mit ihrem warmen, erdigen Ton instinktiv die Räume, die Lund mit dem flirrenden Sound und torkelnden Drive ihres Drumsets aufmacht. Zusammen bieten sie ein festes Fundament für Ulléns ungestüme Cluster, die an donnernde Wellen erinnern, ebenso wie für ihre zerbrechlichen Linien, die sich mitunter in Stille auflösen. Die Musikerin*innen setzen zwar hier und da erweiterte Spieltechniken ein oder geben sich klanglichen Erkundungen hin, letztlich geht es ihnen aber vor allem um die ständige Verfeinerung ihres spontanen Zusammenspiels.

Besetzung

Lisa Ullén Klavier
Elsa Bergman Kontrabass
Anna Lund Schlagzeug

23:50

Synesthetic4: „Ahwowha“

(AT)

Der Bassist Manu Mayr und der Schlagzeuger Andreas Lettner versetzen die Hörer*innen in den R&B-Produktionsstil der 1990er- und 2000er-Jahre zurück – und verzichten dabei gänzlich auf Drum Machines und Sampler. Auf dem neuen Album „Ahwowha“ des Wiener Quartetts Synesthetic4 funktionieren sie stotternde, doch in sich stabile Grooves, die von Tony! Toni! Toné! oder einer Pharrell-Platte stammen könnten, zu einer Art schrägem Fundament für die Frontline der Band um. Letztere setzt sich aus dem Klarinettisten Vincent Pongracz und dem Gitarristen Peter Rom zusammen, die die Band 2017 gründeten und seither für jede Hookline verantwortlich sind, die aus den Stücken herausspringt: mal lyrisch, mal seltsam psychedelisch, mit bemerkenswert straffen Unisono-Linien und spindeldürren kontrapunktischen Aktionen, die die harten Beats auf endlos einfallsreiche und oft amüsante Art und Weise umspielen. Dabei verstecken sie immer wieder raffinierte Feinheiten in ihren wilden, in die Beine gehenden Grooves. Zwar erinnert die Musik an Clubnächte, doch würde einiges an Glück dazu gehören, wenn man beim Tanzen wirklich im Takt bliebe.

Besetzung

Vincent Pongracz Gesang, Klarinette
Peter Rom E-Gitarre
Manuel Mayr Bass
Andreas Lettner Schlagzeug

Oberes Foyer

Das Duo Silvia Tarozzi und Deborah Walker interpretiert Protest- und Arbeitslieder aus Norditalien auf zeitgenössische Weise, während die französische Perkussionistin Camille Émaille in einem Solo-Set klirrend-metallische Klangwelten und mit ihrem Trio OTTO bulgarische Volksrhythmen erkundet.

21:30

Camille Émaille Solo

(FR)

Nachdem die Perkussionistin Camille Émaille ihre musikalische Laufbahn mit einer klassischen Ausbildung in Nizza und Straßburg begonnen hatte, widmete sie sich während ihres Studiums an der Musik-Akademie Basel und unter dem Einfluss des Gitarristen Fred Frith vermehrt der improvisierten Musik. Es folgte ein einjähriger Aufenthalt am Mills College in Kalifornien, wo sie unter anderem mit Frith, dem Saxophonisten Roscoe Mitchell und dem Schlagzeuger William Winant zusammenarbeitete. Seither war sie in einer Vielzahl an musikalischen Welten und künstlerischen Kontexten unterwegs, doch ist ihr Solowerk immer einer der fesselndsten Aspekte ihrer Arbeit geblieben. Letztes Jahr veröffentlichte sie mit „Belisama – The Metallic Roots“ eine Aufnahme von einer 53-minütigen, klangvolllen Performance, die in ihrer ausgewogenen Mischung von zeitgenössischer Perkussionsmusik und improvisatorischen Impulsen rituell anmutet. Émaille spielt virtuos, ohne jemals technische Strenge über die klangliche Wirkung zu stellen. Dabei greift sie die uns umgebenden Klänge auf, sei es in Passagen, die an tropfendes Wasser erinnern, oder in musikalischen Annäherungen an die Art und Weise, wie bestimmte Objekte durch Wind zum Klingen gebracht werden. Letztlich geht es ihr jedoch weniger um außermusikalische Referenzen als vielmehr um eine vollkommene Hingabe an die Welt der Klänge.

Besetzung

Camille Émaille Tapan, Perkussion

22:40

Silvia Tarozzi & Deborah Walker: „Canti di guerra, di lavoro e d’amore“

(IT)

Die italienische Geigerin Sylvia Tarozzi und die in Berlin lebende Cellistin Deborah Walker haben sich in den knapp zwei Jahrzehnten ihrer Zusammenarbeit einigen der spannendsten Komponist*innen der zeitgenössischen Musik gewidmet. Insbesondere ihre enge Verbindung zu den französischen Komponist*innen Éliane Radigue und Pascale Criton hat dazu geführt, dass sie auch an der Entstehung neuer Werke beteiligt waren. Dabei haben sie mit ihren einzigartigen, mitunter waghalsigen Spieltechniken Grenzen erweitert und neue Möglichkeitsräume eröffnet. In ihrem fast zehn Jahre zurückreichenden Duo-Projekt zeigen sich Tarozzi und Walker von ihrer gefühlvollsten und zugleich umfassendsten Seite. Gemeinsam interpretieren sie mit viel Mut zum Experiment italienische Volkslieder neu, darunter vor allem Arbeiter*innenlieder der Mondine, Reispflückerinnen in Norditalien, und Protestlieder von Partisan*innen, die in der Region Widerstand gegen den Faschismus Mussolinis leisteten. Bisweilen nimmt sich das Duo bei diesen Adaptionen große Freiheiten, wenn Walker und Tarozzi beispielsweise unerschrocken Harmonie und Textur der Lieder zerpflücken; an anderer Stelle hingegen verfolgen sie eine bodenständige Treue zum Original. Diese Mixtur bereichern sie mit ihren ganz persönlichen Farben: In einer atemberaubenden Symbiose aus folkloristischer Tradition und gekonnt eingesetztem Experimentalismus fügen sich ihre körnigen Gesänge geschmeidig in die drängende Polyphonie der Mondine-Chöre ein.

Besetzung

Silvia Tarozzi Violine, Gesang
Deborah Walker Cello, Gesang

23:50 / Deutschlandpremiere

OTTO

Gabriel Valtchev, Pol Small, Camille Émaille

(FR)

Während die Perkussionistin Camille Émaille in ihrem Solowerk natürliche Klänge in ihrer unmittelbarsten Form heraufbeschwört und ihr Spiel mit der uns täglich umgebenden akustischen Realität in Einklang bringt, geht sie mit ihrem Trio OTTO einen ganz anderen Weg: Sie und ihre Mitmusiker Gabriel Valtchev und Pol Small spielen jeweils eine Tapan, eine traditionelle bulgarische Trommel mit zwei verstellbaren Membranen, die eine begrenzte Klangpalette – das Schlagen des Fells und das Klirren des Rahmens – zur Verfügung stellt. Dabei bewegen sie sich in ritueller Art durch den Aufführungsraum, ebenso wie sie sich durch ausnotierte und frei improvisierte Passagen bewegen, durch bulgarische Tanzrhythmen wie auch durch Momente, in denen Textur und Klangfarbe jede Zeitwahrnehmung aushebeln. So schaffen sie ein Erlebnis, das zugleich bewegend, chaotisch, hypnotisch und geheimnisvoll ist.

Besetzung

Gabriel Valtchev Tapan, Perkussion
Pol Small Tapan, Perkussion
Camille Émaille Tapan, Perkussion