Konzert

Ban / Surman / Maneri

„Transylvanian Folk Songs“

Der rumänische Pianist Lucian Ban zeigt sich zunehmend von der osteuropäischen Musik inspiriert, mit der er aufgewachsen ist. In diesem Projekt erkundet er transsilvanische Volkslieder aus den Field Recordings Béla Bartóks in introspektiven Dreiergesprächen mit dem Bratschisten Mat Maneri und dem britischen Saxofonisten John Surman.

John Surman, Mat Maneri und Lucian Ban, die Mitglieder des Trios Transylvanian Folk Songs, stehen vor einer Mauer

Ban/Surman/Maneri

© Mircea Albutiu

Deutschlandpremiere

Ban / Surman / Maneri: „Transylvanian Folk Songs“

(GB, US, RO)

Der rumänische Pianist Lucian Ban wuchs in Klausenburg auf, einem der kulturellen Zentren Transsilvaniens. Bereits im jungen Alter begegnete er dort jenen Volksmelodien, die der ungarische Komponist Béla Bartók im frühen 20. Jahrhundert in der Region gesammelt und in seinem eigenen Werk zahlreich adaptiert hatte. Für den Jazz zog Ban nach New York; sein Interesse für die Melodien seiner Heimat ließ jedoch nicht nach, sondern ebnete den Weg für eine intensive Zusammenarbeit mit dem Bratschisten Mat Maneri. Einer von dessen Lehrer*innen war Robert Koff, ein ehemaliges Mitglied des Juilliard String Quartet, dessen Aufnahmen von Bartóks Musik zu den größten Erfolgen des Ensembles zählen. Den Beginn der Zusammenarbeit von Ban und Maneri markiert ein 2007 erschienenes Album mit dem Bassisten John Hébert, auf dem sie Kompositionen des rumänischen Komponisten George Enescu interpretieren. Seither floriert diese Partnerschaft mit einem wiederkehrenden Interesse an rumänischer folkloristischer Musik. Im Jahr 2020 schloss sich das Duo mit dem Saxofonisten John Surman zusammen, der selbst großes Interesse sowohl an Folk-Themen als auch an Bartók hegt, um das Album „Transylvanian Folk Songs: The Béla Bartók Field Recordings“ aufzunehmen. Nachdem Ban und Maneri lockere Arrangements für eine Auswahl von Bartóks Transkriptionen aus der Region entwickelt hatten, luden sie Surman ein, das Material weiter zu bearbeiten. Ihre kammermusikalisch anmutenden Arrangements bewahren dabei die melodische Essenz der Originalstücke und lassen gleichzeitig genug Raum für zahlreiche Neuerfindungen.

Besetzung

John Surman Saxofon
Mat Maneri Violine
Lucian Ban Klavier