Workshop
Vermittlung

JuGroBa x Louise Bourgeois: Textile Erinnerungen und Erzählungen

Im Rahmen von Louise Bourgeois: The Woven Child

Welche Erinnerungen und Erzählungen tragen Kleidungsstücke in und mit sich? Wie kann Kleidung Geschichten erzählen? Mit diesen Fragen möchte sich der Junge Gropius Bau (JuGroBa) in dem Workshop Textile Erinnerungen und Erzählungen zur aktuellen Ausstellung Louise Bourgeois: The Woven Child kreativ und praktisch auseinandersetzen.

© Foto: Sophie Bohmeier

  • 5 Stunden
  • 16-22 Jahre

Vergangene Termine

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Louise Bourgeois sammelte Jahrzehnte lang Kleidungsstücke aus dem Besitz ihrer Mutter und ihrer eigenen Kindheit. Diese verwendete sie für skulpturale Installationen. Den Prozess des Schneidens, Reißens, Nähens und Zusammenfügens verband Bourgeois mit den Themen Reparatur, Wiedergutmachung und Traumata. So verarbeite sie in ihren textilen Werken Erinnerungen an bestimmte Orte und Menschen.

Die Workshop-Teilnehmer*innen sind dazu eingeladen, eigene Kleidungsstücke und damit verbundene Fotografien mitzubringen. Die Leiterin des Workshops, Sophie Bohmeier, zeigt wie Erinnerungen und Erzählungen in die mitgebrachten Kleidungsstücke eingearbeitet werden können. Zusätzlich wird, gemeinsam mit der Textilkünstlerin Mira Brunner, die Ausstellung Louise Bourgeois: The Woven Child besucht. Am Ende des Workshops können die erstellten textilen Kunstwerke und Erinnerungsstücke in der Ausstellung präsentiert und fotografiert werden.

Mira Brunner ist eine in Berlin lebende Künstlerin und Archivarin. Sie hat viele Jahre im Louise Bourgeois-Archiv in Bourgeois’ Haus in New York City gearbeitet, das so erhalten ist, wie die Künstlerin es hinterlassen hat. Das Haus von Bourgeois diente als „Mutterzelle” für Brunners eigene künstlerische Arbeit und diente als Kontext und Modell für die Konzeption eines Großteils ihrer Stoffarbeiten.

Sophie Bohmeier ist geboren und aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Nähe von Ravensburg. Sie studierte Kommunikationsdesign an der Universität der Künste (UdK) in Berlin. In ihrer Abschlussarbeit verarbeitete sie intergenerationale Traumata in Form von Text und Illustrationen zu einem Wendemantel mit dem Titel Tearing the Seams.

Junger Gropius Bau sind Jugendliche zwischen 16-22 Jahren, die sich aus ihrer Perspektive mit den Themen der Ausstellungen auseinandersetzen und zugängliche sowie abwechslungsreiche Angebote für Jugendliche am Haus schaffen.