Tanz

Out of Control

Mood Dance Company
Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)

Die Tanzperformance „Out of Control“, die die fünf Tänzer*innen zusammen mit ihrem Choreografen Rymon Zacharei entwickelt haben, lädt dazu ein, Tanz als Sprache in seiner ganzen Mehrdeutigkeit zu erfahren.

Out of Control

Out of Control

© Mood Dance Company

  • 30 min

Vergangene Termine

Die Produktion in der Mediathek
Bis 31. Dezember 2022 als  Video on Demand

Formen erhalten, Formen brechen und neue Formen kreieren – dadurch zeichnet sich die künstlerische Arbeit der jungen Tänzer*innen aus, in der sie auch die Frage nach Freiheit beschäftigt. Denn die Arbeit mit Musik bedeutet immer beides – sie befreit einerseits, gibt aber auch einen Rhythmus vor. Und wie verhält es sich überhaupt mit der Bewegung, die wir nutzen, um uns selbst darzustellen? Handelt es sich um frei gewählte Bewegungen oder um Muster, die in unserem Körper gespeichert sind? „Out of Control“ überlässt dem Tanz in seiner Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit die Bühne.

Mit
Gabriela Cavalcanti, Bernice Kete, Henning Langer, Clara Rothkamp, Antoine Watermann

Rymon Zacharei Künstlerische Leitung
Marya Kapenda Begleitung

Rymon Zacharei, bekannt unter dem Künstlernamen Rayboom, tanzt Hip-Hop und diverse urbane Tanzstile wie Popping, Locking und House. Seit 2005 arbeitet er als Trainer, Choreograf und Tänzer. 2010 begann er, als Tanzlehrer im tanzhaus nrw zu unterrichten, wo er die neue Jugend-TanzKompanie B2b gründete. Er ist Mitglied der Crew Bad News M.P. und aktuell ein Crew-Mitglied der Tanzgruppe Flying Steps. 2017 gewann er den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf als Nachwuchskünstler der darstellenden Kunst. Mit Mood Dance Company ist er nach 2021 zum zweiten Mal zum Tanztreffen der Jugend eingeladen.

Zur Auswahl – für die Jury Tomas Bünger

In der Tanzperformance „Out of Control“, die die fünf Tänzer*innen zusammen mit ihrem Choreografen Rymon Zacharei entwickelt haben, werden wir von Beginn an eingeladen, Tanz als Sprache in seiner ganzen Mehrdeutigkeit zu erfahren. Die eigene Performance zu hinterfragen, neue Wege zu gehen, Kontrolle zu behalten oder zu verlieren sind Ausgangspunkte einer Forschung, die am eigenen Körper beginnt und sich anschließend dem Gegenüber und der Gruppe stellt. Individueller Ausdruck reibt sich mit erlerntem Material urbaner Tanzstile und in einem Prozess der Dekonstruktion und Neukonstruktion sehen wir auf der Bühne immer den Menschen auf der Suche nach Veränderung. Wir wohnen einem Prozess der Weiterentwicklung junger Künstler*innen bei, die das eigene Können nicht als Selbstzweck betrachten und ein Stück entwickelt haben, das in seiner Abstraktion zeigt, dass Tanz nichts erklären muss, um ganz viel zu erzählen. Wir können uns als Zuschauer*innen in den Darsteller*innen spiegeln und eigene Muster hinterfragen. Das Ensemble schafft einen Raum, der offen ist für ein individuelles Erleben auf beiden Seiten, ohne die Bedeutung einer Gemeinschaft aus den Augen zu verlieren. Das alles passiert auf einer leeren Bühne, ganz im Vertrauen auf den Ausdruck der Körper und die Lust am Tanzen. Bravo!