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Waste my time. Über die Kunst der Entschleunigung

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Zeit ist Leben, ist Geld, ist Macht – eine wertvolle Ressource, die heute fast niemand mehr zu haben scheint. Trotz technologischer Errungenschaften, die es ermöglichen, Zeit zu gewinnen, nimmt die Beschleunigung im Alltag zu. Ein paradoxer Prozess, der in Termindruck, Stress und allgemeiner Hektik mündet. Eine Tretmühle, die den Wunsch nach einer Atempause immer größer werden lässt.

Speziell im Theater wird der Zuschauer mit der eigenen Zeiterfahrung konfrontiert und in die Lage versetzt, über den Stellenwert und den Umgang mit der Zeit in der Gesellschaft zu reflektieren. Die Theatertreffenauswahl führt das Arbeiten mit veränderten Zeitstrukturen vor Augen. Die Mammut-Inszenierungen von Nicolas Stemann oder dem Regie-Trio Vinge/Müller/Reinholdtsen fordern ebenso eine konsequente Rezeptionshaltung des Publikums ein wie die im Verhältnis dazu komprimierten Aufführungen von Gob Squad oder René Pollesch mit knapp über einer Stunde Spieldauer.

Die Podiumsdiskussion mit Theatermachern und Zeitexperten soll den Anlass bieten, sich mit dem Parameter Zeit in der Kunst zu beschäftigen. Wie verändert die gesellschaftliche Beschleunigung die Handlungs- als auch Lebenszeit im Theater? Und, lässt sich aus der momentanen Zeitkrise eine Rückbesinnung auf die Langsamkeit ableiten?

Mit:
Florian Opitz, Nicolas Stemann, Kai van Eikels
Moderation Christina Tilmann