Ausstellung

Ellen Gallagher

11. November 2022 bis 16. April 2023

Im Gropius Bau präsentiert die international renommierte Künstlerin Ellen Gallagher eine Reihe von Untersuchungen, die auf visueller, sprachlicher und methodologischer Ebene mit ihrer malerischen Praxis verflochten sind. Die Einzelausstellung umfasst Malereien, Arbeiten auf Papier sowie immersive Filminstallationen, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler Edgar Cleijne entstanden sind.

Eine mit blauer und roter Farbe bemalte Glasscheibe

Edgar Cleijne und Ellen Gallagher, Osedax, 2010

© Edgar Cleijne und Ellen Gallagher, Courtesy: die Künstler*innen

Eines der zentralen Werke der Ausstellung ist Ellen Gallaghers und Edgar Cleijnes gemeinsame Arbeit Osedax (2010), die Diaprojektion und Animationsfilm kombiniert. Die Filminstallation ist inspiriert vom Phänomen des Walfalls – Walkadaver, die auf dem Meeresboden der Tiefsee eigene Ökosysteme beherbergen.

Durch den Wechsel zwischen Malerei, Druckgrafik und Zelluloid und deren spielerische Verschmelzung schafft Gallagher großformatige Kompositionen, die sich um die Natur, Mythologie und Geschichte drehen. Ihre Arbeiten entstehen durch einen Prozess der Wiederherstellung und Umgestaltung. Durch die Überlagerung und Entfernung von Materialien resultieren geomorphologische Oberflächen, die oft geschnitzt, mit Intarsien versehen, montiert, bedruckt, verwischt und graviert sind. Zugleich bewegt sich Gallaghers zutiefst materielle Praxis an den Schnittstellen von zeitgenössischen feministischen, semiotischen und kulturellen Diskursen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Zippora Elders und organisiert in Zusammenarbeit mit dem Centro Botín.