Film
Revolverkino im Gropius Bau

Die Welt ist nicht traurig, nur groß

Mit „Chuva é Cantoria na Aldeia dos Mortos“ von Renée Nader Messora und João Salaviza und „Mononoke-hime“ von Hayao Miyazaki

Benannt nach einem Ausspruch des in diesem Jahr verstorbenen Regisseurs Jean-Luc Godard und inspiriert von der Ausstellung YOYI! Care, Repair, Heal setzt sich diese Ausgabe des Revolverkinos an drei aufeinanderfolgenden Abenden mit den Themen Fürsorge, Reparatur und Heilung auseinander.

Vergangene Termine

Chuva é Cantoria na Aldeia dos Mortos (The Dead and the Others) (Renée Nader Messora and João Salaviza, Brasilien/Portugal, 2018), Portugiesische Originalfassung mit englischen Untertiteln, 18:30 Uhr

Der 15-jährige Ihjãc, ein Indigener Krahô aus dem Norden Brasiliens, verweigert sich dem Ruf seiner Kultur, Schamane zu werden, und flieht in die nächste Stadt, wo er mit urbanen Lebensrealitäten im heutigen Brasilien konfrontiert wird. Auf beeindruckende Weise nimmt Ihjãc die Zuschauer*innen mit auf seine Reise und erlaubt Einblicke in seine Welt – aber auch einen Blick auf die westliche Kultur durch seine Augen. Der Film wurde 2018 mit dem Jurypreis Un Certain Regard auf den Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet.

Auf diesem Filmstill ist das Gesicht einer Person zu sehen. Sie schaut nach oben. Es sieht aus, als sei sie in einem Urwald.

Filmstill aus „Chuva é Cantoria na Aldeia dos Mortos“

© Lux Box Films

Mononoke-hime (Prinzessin Mononoke) (Hayao Miyazaki, Japan, 1997), Deutsche Fassung, 20:30 Uhr

Auf der Suche nach Heilung von einem schrecklichen Fluch findet sich ein junger Prinz plötzlich in einem Krieg zwischen alten Waldgöttern und der immer weiter voranschreitenden Industrie wieder. Dabei trifft er auf das unter Wölfen lebende Mädchen San, die sich mit aller Macht der Abholzung des Waldes entgegenstemmt. Das Epos des berühmten japanischen Studio Ghibli erzählt von einer brutalen Welt, in der man vergeblich nach moralischer Eindeutigkeit sucht.

Ein Zeichentrickbild mit einer in Pelz gekleideten Person, die ein Schwert in einer Hand hält. Diese Person sitzt auf einem wolfsähnlichem Tier.

Filmstill aus „Prinzessin Mononoke“

© Leonine Distribution