Konzert
Gastorchester

Ungarische Nationalphilharmonie – Zoltán Kocsis

Nähe und Distanz
„Meine Muttersprache ist Bartók“, bekannte György Kurtág. Bei ihm wollte er studieren, als er nach Budapest zog. Doch Bartók starb, bevor er aus dem amerikanischen Exil zurückkehren konnte. Kreative Entwicklung heißt: Distanz zum Vorbild gewinnen. Stationen der schöpferischen Entfernung vom Ursprung zeichnet dieses Programm nach. Der „Grabstein für Stefan“ ist dem Gedenken an den Gatten von Marianne Stein gewidmet. Im Dialog mit der Psychologin überwand Kurtág eine tiefe schöpferische Krise und fand zu einem neuen Stil. Die beiden Werke, die mit Opusnummer und Titel auf Beethoven anspielen, tragen den inneren Konflikt von Freiheit und Tradition aus.

Konzertprogramm

György Kurtág
Grabstein für Stephan op. 15c (1979/89)
…quasi una fantasia… op. 27,1 (1987/88)
Doppelkonzert op. 27,2 (1990)

Béla Bartók
Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta (1936)

Besetzung

Miklós Perényi Violoncello
Jean Efflam Bavouzet Klavier

Ungarisches Nationalphilharmonie
Zoltán Kocsis Dirigent