Cesena

Cesena

© Anne Van Aerschot

Tanz

Anne Teresa De Keersmaeker / Björn Schmelzer

Anne Teresa De Keersmaeker, Björn Schmelzer / Brüssel
„Cesena“
Ein Zusammenspiel zwischen Körper und Stimme, Licht und Dunkel

  • Dauer 1h 50, keine Pause

Artist Talk
12. Oktober 2012, im Anschluss an die Vorstellung „En Atendant“

Buchvorstellung
13. Oktober 2012, 17:30 Uhr, Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
„A Choreographer’s Score: Fase, Rosas danst Rosas, Elena’s Aria, Bartók“
Buchpräsentation und Gespräch mit Anne Teresa De Keersmaeker & Bojana Cvejić

Film
„Répétitions“
13. Oktober 2012, 22:00 Uhr, Haus der Berliner Festspiele, Cinema

Am Anfang ist Dunkelheit, das Auge muss sich anpassen, das Ohr ist hellwach. Füße trappeln, vielstimmiger Gesang ertönt. Erst allmählich dämmert Licht, vermag das Auge, Körper und Bewegungen wahrzunehmen, vermag zu erkennen, dass die Tänzer singen, die Sänger auch tanzen: Körper und Stimme, beides sind Muskeln im Zusammenspiel. „Cesena“ ist eine Zusammenarbeit zwischen Anne Teresa De Keersmaekers Company Rosas und Björn Schmelzers Vokalensemble graindelavoix und war ursprünglich für eine Open-Air-Performance im Cour d’honneur des Papstpalasts von Avignon konzipiert, für ein Spiel am frühen Morgen. Es sind die subtilen Zwischentöne der Dämmerung, die Anne Teresa De Keersmaeker liebt. Die Künstlerin Ann Veronica Janssens hat für die Indoor-Version diese Stimmung mit Licht nachgeschaffen, ein Sonnenaufgang am späten Abend in der stärkeren Konzentration des geschlossenen Raums. Der Titel spielt auf das Massaker von Cesena an, das 1377 das Ende der Papstresidenz in Avignon einläutet: ein „Srebrenica des 14. Jahrhunderts“, wie Anne Teresa De Keersmaeker sagt. Die hochkomplexe Vokalmusik der Ars subtilior kündet von diesen Konflikten, dieser Gewalt, aber auch von einer Zeitenwende. Gegen Ende erklingt Johannes Ciconias „Le Ray au Soleyl“: eine Hymne an die aufgehende Sonne, an den Beginn einer neuen Zeit.

Konzept Anne Teresa De Keersmaeker, Björn Schmelzer
Choreografie Anne Teresa De Keersmaeker
Musikalische Leitung Björn Schmelzer
Konzipiert und getanzt durch Rosas und graindelavoix
Bühnenbild Ann Veronica Janssens
Kostüme Anne-Catherine Kunz
Musik Ars Subtilior
Probenleitung Femke Gyselinck
Assistentin der künstlerischen Leitung Anne Van Aerschot
Technischer Direktor Joris Erven
Ton Vanessa Court, Alexandre Fostier
Produktion Rosas

Mit
Els Van Laethem, Haider Al Timimi, Bostjan Antoncic, Aron Blom, Carlos Garbin, Marie Goudot, Lieven Gouwy, David Hernandez, Matej Kejzar, Mikael Marklund, Tomàs Maxé, Julien Monty, Chrysa Parkinson, Marius Peterson, Michael Pomero, Albert Riera, Gabriel Schenker, Yves Van Handenhove, Sandy Williams

Eine Koproduktion mit La Monnaie / Brüssel, Festival d’Avignon, Théâtre de la Ville / Paris, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Festival Oude Muziek Utrecht, Guimarães 2012, Steirischer Herbst / Graz, deSingel / Antwerpen, Concertgebouw Brugge