medEia

medEia

© Peter Hugo & Brett Bailey

Theater

Brett Bailey

Brett Bailey / Kapstadt
„medEia“
Ein Drama für Chor, Trommel und eine starke Frau
Deutsche Erstaufführung

  • Dauer ca. 1h 40, keine Pause
  • In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Vergangene Termine

Artist Talk
07. Oktober 2012, im Anschluss an die Vorstellung

Symposium
„Stages of Colonialism / Stages of discomfort“
03. Oktober 2012, 11:00-16:00 Uhr, Haus der Berliner Festspiele

Männergangs, die marodierend übers Land ziehen, ein rappender Frauenchor, der sich zusammenfindet in einer Zeremonie der Hoffnung und Solidarität: Brett Baileys „medEia“ in der Textfassung des niederländischen Autors Oscar van Woensel versetzt die griechische Tragödie in ein abgelegenes afrikanisches Dorf und überführt sie dann ins urbane Europa. Medea, Tochter des örtlichen Königs und Hohepriesterin des Dorfs, sehnt sich danach, aus ihrem eintönigen und isolierten Leben auszubrechen. Jason, der Anführer einer bewaffneten Gang, verkörpert für sie Liebe, Abenteuer, das Licht der Zivilisation.
Sie bricht alle Brücken zur Vergangenheit ab und flieht mit ihm nach Europa. Erfahrungen der Fremdenfeindlichkeit, Isolation und Vertreibung im heutigen Europa bilden den Hintergrund einer leidenschaftlichen Emanzipationsgeschichte, deren fragmentierte, lyrische Sprache sich mit Pop-Musik von Radiohead, Coldplay und anderen Gruppen verbindet. Wie auch die ungleich andere Performance „Exhibit B“ befasst sich „medEia“ mit Fragen von Rassismus und Identität in einer durch Migration geprägten Welt.

Konzept / Regie Brett Bailey
Text Oscar van Woensel (Dood Paard) in Zusammenarbeit mit Kuno Bakker und Manja Topper (1998)
Produktionsmanagment Third World Bunfight Barbara Mathers
Text Coach Claire Berlein
Technischer Leiter / Licht Michael Maxwell
Inspizient und Tour-Manager Justin Green
Audio/Video Kim Gunning
Ton Carlo Thompson

Mit
Medea Faniswa Yisa
Jason Mbulelo Grootboom
Pelias & Kreon Apollo Ntshoko
Drummer Frank Paco
Chor Namhla Tshuka, Indalo Stofile, Mbali Kgosidintsi

Eine Koproduktion von Third World Bunfight, Berliner Festspiele / Foreign Affairs und Fondspodiumkunsten
Gefördert durch Goethe-Institut