Theater

Fernando Rubio

Pueden dejar lo que quieran
Ein Theaterstück aus der Textur der Erinnerung
Europäische Erstaufführung

Pueden dejar lo que quieran

Pueden dejar lo que quieran

© Santiago Pianca

  • Dauer 1h 10, keine Pause
  • In spanischer Sprache mit deutscher Audioübersetzung

Vergangene Termine

Artist Talk
18. Oktober 2012, im Anschluss an die Vorstellung

Ein Raum aus gebrauchten Kleidern. Massen von Jacken, Hosen, Röcken und Mänteln bedecken Boden, Sitzreihen und Wände – ihre Körperlichkeit eine Spur derer, die nicht mehr da sind. Wer hat sie getragen und was ist aus ihnen geworden? Fragen, die sich in der postdiktatorischen argentinischen Gesellschaft besonders dringlich stellen. An den Kleidungsstücken angebrachte Kärtchen erzählen von früheren Leben: ein Kinderkleid berichtet von der Heimkehr des Vaters nach Buenos Aires 1983, eine Strickjacke erinnert an das Lachen ihres Trägers. Diese textile Erinnerungsbox wird zum Bühnenbild für die Geschichte eines Mannes, der seine Familie bei einem Autounfall verloren hat und die Erinnerung wach hält, indem er über ihre Kleidung schreibt. Sieben Schauspieler erzählen sie mal gemeinsam, mal einzeln in durch das Zuziehen von (Kleider-)Vorhängen entstehenden intimen Räumen – von Kleidern umringt wie von Zuhörern. In „Pueden dejar lo que quieran“ unternimmt der bildende Künstler und Theatermacher Fernando Rubio den Versuch einer sinnlichen Erschließung historischer und privater Momente über die von den Abwesenden zurück gelassenen Objekte: die Rekonstruktion der Erinnerung mittels der Kleider und ihrer Geschichten.

Text und Regie Fernando Rubio
Regieassistenz Florencia Carreras
Bühne Santiago Rey
Musik Pablo Dacal
Ton Fede Zypce
Sprecher Hartmut Becher
Produktionsleitung Niko Vasilliadis
Produktion / Internationale Kontakte Marion Ecalle / KIBLOS SARL
Grafik / Fotografie Santiago Pianca

Mit
Pablo Gasloli, Juliana Muras, Andrea Nussembaum, Lourdes Pingeon, Jorge Roberto Prado, Marcelo Subiotto und Martín Urruty

Eine Produktion von Fernando Rubio für INTIMOTEATROITINERANTE, in Koproduktion mit KIBLOS SARL, Fira Tàrrega, dem Festival Internacional de Buenos Aires, dem spanischen Kulturzentrum in Buenos Aires und dem spanischen Büro für internationale Zusammenarbeit „AECID“.
Gefördert durch Goethe-Institut.