Theater

Gespenster

von Henrik Ibsen

Gespenster

Gespenster. Udo Samel, Friederike Kammer

© Elisabeth Carecchio

  • 2 h 45 min, eine Pause

Vergangene Termine

1. + 2. Dezember, 19:15, Oberes Foyer
Einführungen von Brigitte Fürle

am 1. Dezember im Anschluss an die Vorstellung ca. 23:00, Oberes Foyer
Publikumsgespräch und Buchpräsentation
NAHAUFNAHME: Stéphane Braunschweig. Alexander Verlag 2006

Alles Gespenster bei Ibsens bitterbösem Horror-Drama um den heimkehrenden Sohn Osvald, die schwarze Sonne der Mutterliebe und die Wahrheiten, die endlich ans Tageslicht kommen, ein Kinderheim, das in Flammen steht, und einen Tischler, dem alles zuzutrauen ist. Und das Leben, das mit den Wahrheiten auch nicht erträglicher wird. Ibsens düstere Familientragödie um den an Syphilis erkrankten Sohn war ein Skandal und wurde lange Zeit als antike Schicksalstragödie interpretiert. Die erbliche Übertragung von Syphilis zählt heute zu den Mythen der Medizin, wodurch das Stück eine größere Vieldeutigkeit zulässt. Wenn das Lustprinzip mit tödlichen Folgen verbunden sein kann, wohin führt dann der Verzicht?

„Lebensfreude – ? Kann das die Rettung sein?“
Henrik Ibsen, Gespenster

Die Inszenierung des jungen französischen Regisseurs Stéphane Braunschweig, einem Meister der leisen Zwischentöne, erforscht Ibsens Fragen nach Glück und Lebensfreude und die Tragikomik der Suche nach Wahrheit, die Ibsen als modernen Autor auszeichnen. Braunschweigs Inszenierung von Gespenster wurde mit einer Einladung zum Ibsen-Festival in Oslo gewürdigt und wird für spielzeiteuropa 06 | 07 und das diesjährige Ibsen-Gedenkjahr exklusiv im Haus der Berliner Festspiele zur Wiederaufnahme gelangen. Mit Ibsens „Wiedergängern“ (norweg. Originaltitel „Gengangere“) setzt diese Saison ein Zeichen der „Wiederkehr“ europäischer Theaterarbeit, die im Mittelpunkt der Programmgestaltung von spielzeiteuropa steht.

Besetzung

Regie und Bühne Stéphane Braunschweig
Mitarbeit Bühne Alexandre de Dardel
Kostüme Thibault Vancraenenbroeck
Licht Marion Hewlett
Dramaturgie Brigitte Fürle, Anne-Françoise Benhamou

Mit Friederike Kammer, Ruth Marie Kröger, Daniel Christensen, Uwe Bertram und Udo Samel

Koproduktion schauspielfrankfurt und Théâtre National de Strasbourg
Produktion der Wiederaufnahme spielzeiteuropa | Berliner Festspiele in Kooperation mit rbb und ARTE
Mit freundlicher Unterstützung der Königlich Norwegischen Botschaft Berlin