Plakat zur Ausstellung „Peintures / Malerei“

Plakat zur Ausstellung „Peintures / Malerei“

Ausstellung

Peintures/Malerei

23. September bis 12. November 2006

Werke französischer und in Frankreich lebender Künstler ab dem Jahr 1972 waren in dieser Ausstellung vereint. Die Ausstellung wurde vom Centre Pompidou gemeinsam mit der Botschaft der Republik Frankreich in Berlin und Culturesfrance organisiert. „Peinture / Malerei“ war Teil der Veranstaltungsreihe „ART FRANCE BERLIN“, die von der Französischen Botschaft in Berlin im Herbst 2006 organisiert wurde.

Die gezeigten Werke wurden hauptsächlich aus den Sammlungen des Musée national d’art contemporain / Centre Pompidou Paris und des Fonds national d’art contemporain (FNAC) ausgewählt, den beiden wichtigsten staatlichen Sammlungen im Bereich moderne und zeitgenössische Kunst in Frankreich. Die Präsentation veranschaulichte daher zugleich die Akquisitionspolitik beider Institutionen auf dem Gebiet der Malerei. Jede Ausstellung ist das Resultat eines subjektiven Blickwinkels, einer individuellen, kuratorischen Auswahl. Die subjektive Auswahl wird noch verstärkt, wenn es mehrere Kriterien zu berücksichtigen gilt. „Peintures / Malerei“ hingegen verknüpfte nur zwei Kriterien miteinander: das erste betrifft das Medium Malerei, und das zweite die Nationalität bzw. den Wohnort. Die Ausstellung reihte sich damit nicht in die Folge von pluridisziplinären und multikulturellen Ausstellungen der letzten Jahre ein, sondern setzte auf ein Prinzip der Hängung nach strenger alphabetischer Ordnung der Künstlernamen. Diese einfache Idee, fast das Absurde streifend, verwandelte die Ausstellung in eine Stilübung.

„Peintures / Malerei“ zeigte etwa 80 Arbeiten nach dem Prinzip: ein Künstler, ein Werk, ein Moment der Kontemplation. Sie schaffte unerwartete Gruppierungen und dekonstruierte eine Kunstgeschichte der Strömungen und Tendenzen. Auf diese Weise sah man Arnal neben Arrayo, Erró neben Fanchon, Hucleux traf auf Hyber und Yan Pei-Ming auf Zao Wou-Ki. Die durch das Alphabet wie zufällig getroffene Ordnung der Künstler sorgte für Überraschungen und neue Sichtweisen. Schließlich präsentierte sich die Ausstellung in einer offenen Form, die dem Betrachter erlaubte, die Geschichte selbst zu schreiben.

Sowohl in der nationalen wie auch in der internationalen, insbesondere der französischen Presse stieß die Ausstellung auf großes Interesse. In den Printmedien wurden über 67 Beiträge veröffentlicht. Auch im Rundfunk (11 Beiträge) und im Internet (40 Beiträge) wurde die Ausstellung ausführlich besprochen. Im Rahmen der Ausstellung zeigte arte im Kinosaal des Martin-Gropius-Baus eine Reihe von Filmporträts zu Künstlern, die auch bei ART FRANCE BERLIN vertreten waren, u. a. Valérie Favre, Claude Viallat, Fabrice Hyber, Ben und Marc Desgrandchamps.

Veranstalter: Berliner Festspiele
Eine Ausstellung des Centre Pompidou, der Botschaft der Republik Frankreich in Berlin und CULTURESFRANCE.
Die Ausstellung wurde ermöglicht durch das Französische Ministerium für Kultur und Kommunikation. In Partnerschaft mit EADS als Hauptsponsor, Gaz de France, Veolia und mit Beteiligung von Total, Air France und Accor.
Schirmherrschaft: Dominique de Villepin, Ministerpräsident der Republik Frankreich
Kurator: Laurent Le Bon, Paris'
Medienpartner: arte und radio eins
Im Rahmen von ART FRANCE in Berlin