Konzert

40 Jahre Globe Unity Orchestra / Max Nagl Ensemble

40 Jahre Globe Unity Orchestra

Der Hang zur Beharrlichkeit, Kunstraum Innsbruck, Zitatausleihe: „Abseits des beschleunigten Tempos des jeweiligen Zeitgeistes der letzten Jahrzehnte haben eine Handvoll Künstler ein Werk geschaffen, das sich ausnahmslos durch Treue zu einer Grundentscheidung hinsichtlich ihres künstlerischen Wirkens auszeichnet.“

Als Alexander von Schlippenbach 1966 erstmals ein Orchester für seine Auftragskomposition Globe Unity aufstellte, war die Befreiung der Musik von inneren Zwängen und äußeren Konventionen noch ein revolutionäres Anliegen. Damals hätte wohl niemand für möglich gehalten, dass aus diesem offenen Ensemble eine der langlebigsten Formationen der europäischen Jazzgeschichte hervorgehen würde. Dass es das Globe Unity Orchestra nach dem Ende der Postmoderne immer noch gibt, ist nicht zuletzt der Beharrlichkeit seiner Mitglieder zu verdanken.

Max Nagl Ensemble

„Das Chamäleon. Die Wundertüte. Der menschgewordene Schockeffekt. Das alles und noch viel mehr ist Max Nagl“ stand schon vor Jahren im österreichischen Salto. Und das music information center austria souffliert „Wo immer auch er sich musikalisch in den Bereichen Jazz, Noise oder Volksmusik bewegt, im Zentrum steht immer die Improvisation, die energetische Kommunikation mit seinen Mitmusikern“. Unbekümmert changiert Max Nagl zwischen Wienerlied und französischem Chanson, Trennungen zwischen Folklore und Avantgarde sind in seiner Musik aufgehoben: faszinierender Orchesterjazz aus dem Wiener Fasanviertel. Sein gegenwärtiges Ensemble umfasst im Wesentlichen Spieler aus dem Umfeld der jungen Wiener Jazzwerkstatt-Szene. Und Max Nagl ist wohl der einzige Vertreter des modernen Jazz überhaupt, der – zum Libretto von Franzobel – auch eine waschechte Operette geschrieben hat, deren Musik die Süddeutsche „hinreißende Unverfrorenheit“ bescheinigt.

40 Jahre Globe Unity Orchestra

Kenny Wheeler, Manfred Schoof, Jean-Luc Cappozzo, Axel Dörner trumpets
Evan Parker, Gerd Dudek, Ernst-Ludwig Petrowsky reeds
Rudi Mahall bass clarinet
George Lewis, Paul Rutherford, Johannes Bauer, Jeb Bishop trombones
Alex von Schlippenbach piano
Paul Lovens, Paul Lytton drums

Max Nagl Ensemble

Clemens Salesny saxes, clarinets
Max Nagl saxes
Franz Hautzinger, Lorenz Raab trumpets
Martin Ptak trombone
Clemens Wenger piano, synthesizer
Jonathan Bepler electronics, guitar
Achim Tang bass
Lukas Knöpfler drums