Konzert

Das Böse Ding

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„Jazz ohne Grenzen“ könnte das Motto dieses NRW-Quartetts lauten, wenn der Name Das Böse Ding nicht schon Programm genug wäre. Seit mehr als einem Jahrdutzend setzen die vier Musiker alle bekannten Jazz-Definitionen außer Kraft. Vom Punk und Noise über Elektronik und Toy Music bis zum altehrwürdigen Bebop und klassischen Song gibt es nichts, was es beim Bösen Ding nicht gibt. Ihre Dramaturgie folgt mehr den Gesetzen von Comic und Slapstick als herkömmlichen musikalischen Strukturen. Routine und Wahnsinn, Retro und Progress, balladeske Gelassenheit und atemberaubende Tempi kollidieren immer dann, wenn der Hörer am wenigsten damit rechnet. Ihre kurzen Schnitte attackieren die Selbstgefälligkeit des alltäglichen Improvisationsbetriebs, ihr schwarzer Humor setzt einen wohltuend schmerzhaften Kontrapunkt zum abgestandenen Jazz-Joke. Respektlos und aberwitzig plündert Das Böse Ding die Urgründe musikalischer Befindlichkeit und lässt sein Publikum verwirrt, aber bereichert zurück.

Besetzung

Jan Klare saxes
Martin Scholz keyboards
Hartmut Kracht bass
Wolfgang Ekholt drums