Daniele Gatti

Daniele Gatti

© Marco Dos Santos

Konzert

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

Einführung 19:00 Uhr

Als ich dieses Werk schrieb, habe ich nicht versucht, es nach dem Vorbild von Bartóks Musik zu gestalten. Etwaige Ähnlichkeiten waren nicht beabsichtigt. Sollte es sie geben, so untermauern sie die unbestreitbare Tatsache, dass das Studium von Bartóks Musik eine fundamentale Lehre für die meisten Komponisten meiner Generation war.
Witold Lutosławski über „Musique funèbre“

Dem Angedenken an einen der wichtigsten und einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts widmete Witold Lutosławski seine 1958 im polnischen Katowice uraufgeführte „Musique funèbre“: Béla Bartók. Seiner Bewunderung für die Musik des 1945 verstorbenen ungarischen Komponisten hat Lutosławski in Interviews wiederholt Ausdruck verliehen. Der tiefe Respekt vor Bartóks Schaffen ließ Lutosławski indes keineswegs zu einem blinden Parteigänger seines eine Generation älteren Komponistenkollegen werden. So bekannte Lutosławski einmal: „Das Dritte Klavierkonzert [von Bartók] liebe ich nicht allzu sehr – es ist wohl ein Meisterwerk, aber es sagt mir nicht viel.“

Bartóks meisterhaftem, aufgrund seiner exorbitanten Anforderungen an den Solopart von Interpreten ebenso gefürchtetem wie bei Hörern beliebtem „Klavierkonzert Nr. 3“ nehmen sich in diesem Konzert des Musikfest Berlin 2013 der weltweit gefeierte Pianist Yefim Bronfman und das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von Daniele Gatti an. Neben Lutosławskis Bartók gewidmeter „Musique funèbre“ stehen außerdem Ausschnitte ausgewählter Stücke aus den beiden Suiten aus Sergej Prokofjews 1938 uraufgeführtem Ballett „Romeo und Julia“ auf dem Programm.

Witold Lutosławski [1913-1994]
Musique funèbre
für Orchester [1958]
In Memoriam Béla Bartók

Béla Bartók [1881-1945]
Klavierkonzert Nr. 3 [1945, rev. 1994]

Sergej Prokofjew [1891-1953]
Romeo und Julia (Suite) op. 64 b/c [1935]