Mariss Jansons

Mariss Jansons

© Marco Borggreve

Konzert

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

17:30 Uhr Ausstellungsfoyer
Kammermusiksaal der Philharmonie
Einführung mit dem „Quartett der Kritiker“ des Preises der deutschen Schallplattenkritik

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gilt als einer der besten Klangkörper weltweit. Beim Musikfest Berlin 2013 ist es unter der Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons mit einem Programm zu erleben, das es in sich hat. Präsentiert es doch zwei Kompositionen, die das Orchester selbst als Solist in Erscheinung treten lassen. Ein Widerspruch in sich? Keineswegs!

Wenige Monate vor seinem Tod schrieb Béla Bartók im amerikanischen Exil ein „Konzert für Orchester“. Anlässlich der Uraufführung des Werkes erläuterte der Komponist: „Der Titel dieses sinfonischen Orchesterstücks findet in der konzertierenden oder solistischen Behandlung einzelner Instrumente oder Instrumentengruppen seine Erklärung.“

Rund zehn Jahre später trat Witold Lutosławski in Bartóks Fußstapfen. Auch ihm lag „die 'virtuose' Behandlung“ aller Orchesterstimmen am Herzen. Gleichzeitig verteidigte Lutosławski seine in der Volksrepublik Polen mit einem Aufführungsverbot belegte Musik, indem er seinem „Konzert für Orchester“ polnische Volksliedmelodien zugrunde legte.

Lutosławski und Bartók schufen mit ihren „Konzerten für Orchester“ Prüfsteine für jeden symphonischen Klangkörper von Weltrang. Beide Komponisten haben sich mit diesen Werken aber auch in das kollektive musikalische Unterbewusstsein des 20. Jahrhunderts eingeschrieben. Und so wird in diesem Konzertprogramm sowohl eine Reminiszenz an den einstmals populären Schlager „El Cumbanchero“ als auch die Erkennungsmelodie des ZDF-Magazins zu hören sein – und das in der Interpretation eines des besten Orchester weltweit.

Witold Lutosławski [1913-1994]
Konzert für Orchester [1954]

Béla Bartók [1881-1945]
Konzert für Orchester [1941-43]