Esa-Pekka Salonen

Esa-Pekka Salonen

© Clive Barda

Konzert

Philharmonia Orchestra

Einführung 19:00 Uhr

Für die Musik des französischen Impressionismus hatte Witold Lutosławski Zeit seines Lebens eine besondere Vorliebe: „Der Klang des Orchesters, sein Reichtum, seine Farbenpracht haben mich stets fasziniert“, bekannte der polnische Komponist einmal. In diesem Konzert präsentiert das Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen zwei Hauptwerke Lutosławskis im Kontext französischer Musik der Jahrhundertwende.

Zehn Jahre lang arbeitete Lutosławski an seiner 1983 uraufgeführten „Dritten Symphonie“. Trotz ihrer geradezu mathematisch präzisen Konstruktion erweist sich die Komposition als kaleidoskopartiges Spiel mit Formen und Klangtexturen. Einen Gegenpol findet Lutosławskis vielschichtige, emotional aufgeladene „Dritte Symphonie“ in den schillernden Klangvaleurs und flüchtigen Harmonien von Claude Debussys epochemachendem Orchesterstück „Prélude à l’après-midi d’un faune“.

Das Herzstück dieses Konzertes bildet Lutosławskis 1978 aus der Taufe gehobene Komposition „Les Espaces du Sommeil“ nach einem Text des kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Theresienstadt ermordeten französischen Dichters und Résistance-Kämpfers Robert Desnos. Den Solopart übernimmt der für seine subtilen Interpretationen international gefeierte Bariton Matthias Goerne.

Abgerundet wird das abwechslungsreiche, im Grenzbereich zwischen Traumwelten und Wirklichkeit angesiedelte Programm polnischer und französischer Musik durch die charmante Orchestersuite aus Maurice Ravels Märchenballett „Ma Mère l’Oye“.

Claude Debussy [1862-1918]
Prélude à l’après-midi d’un faune [1892-94]

Witold Lutosławski [1913-1994]
Les Espaces du Sommeil
für Bariton und Orchester [1975]

Maurice Ravel [1875-1937]
Ma Mère l’Oye
Suite für Orchester [1911]

Witold Lutosławski
Symphonie Nr. 3 [1972/73]

Unterstützt vom Adam Mickiewicz Institut, Teil des Polnischen Musikprogramms

Adam Mickiewicz Institut, Polska Music, Lutosławski