Tanz

Emanuel Gat: „The Goldlandbergs“

Im Rahmen von Tanz im August

Emanuel Gat

Emanuel Gat. The Goldlandbergs

© Emanuel Gat Dance

  • Dauer 1h, keine Pause

Vergangene Termine

23. & 24.08.2013, jeweils 1h vor und nach „The Goldlandbergs“
Emanuel Gat (FR/IL): „It’s people, how abstract can it get?“
„It’s people, how abstract can it get?“ ist eine fotografische Installation, die vom Wert individueller Erfahrung handelt. Alle Fotografien entstanden während der Proben zu „The Goldlandbergs“ und hielten – in einem abgedunkelten Raum mit Tageslicht als einziger Beleuchtungsquelle – eine Gruppe Menschen während eines einzelnen choreografischen Momentes fest. Eine Schönheit, die nicht aus Perfektion entsteht, sondern aus Verletzlichkeit, Ungewissheit, Zweifeln und Gelegenheiten.
Produktion Emanuel Gat Dance
Koproduktion Festival Montpellier Danse 2013

Eine Familiengeschichte in Fugenform: Mit „The Goldlandbergs“ gelingt dem israelischen Choreografen Emanuel Gat ein intimer Blick auf die Komplexität menschlicher Beziehungen. Als Vorlage dienen ihm Glenn Goulds Einspielung von Bachs „Goldberg Variationen“, wenige Monate vor dem Tod des Pianisten 1981 aufgenommen, und „The Quiet in the Land“, eine Radiodokumentation aus dem Jahr 1977. Glenn Gould sammelte in einer mennonitischen Gemeinde im kanadischen Manitoba Stimmen und Geräusche, die er mit Musik und Soundeffekten kontrapunktisch wie in einer Fuge montierte. Das Porträt einer streng religiösen Familie, deren Lebensweise im 20. Jahrhundert immer mehr unter Druck gerät, ist zugleich eine beziehungsreiche Reflexion über Gesellschaft und Zusammenleben, Kunst und Politik. Wie Glenn Gould mit Klang, so arbeitet Emanuel Gat mit Bewegung. Klare Strukturen, die Raum für Spontaneität lassen, eröffnen mannigfaltige Perspektiven auf soziale Zusammenhänge und deren Einfluss auf jeden einzelnen. „The Goldlandbergs“ erkundet die kontrapunktische Essenz von Choreografie und ermöglicht Tänzern wie Zuschauern die Freiheit künstlerischer und interpretatorischer Entscheidungen.

Choreografie in Zusammenarbeit mit und getanzt von Hervé Chaussard, Aurore Di Bianco, Michael Löhr, Pansun Kim, Philippe Mesia, Geneviève Osborne, François Przybylski, Milena Twiehaus
Musik: „The Quiet in The Land“ von und mit Glenn Gould
Zusätzliche Musik J.S. Bach „Goldberg Variationen“, Piano Glenn Gould
Licht und Kostüme in Zusammenarbeit mit Samson Milcent
Tongestaltung in Zusammenarbeit mit Frédéric Duru

Veranstalter Tanz im August
Tanz im August wird gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds mit Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.
 www.tanzimaugust.de

Produktion Emanuel Gat Dance. Koproduktion Festival Montpellier Danse 2013, Théâtre de la Ville (Paris), deSingel – International Art Campus (Antwerpen), Lincoln Center Festival 2014 (New York), CCN Roubaix Nord-Pas de Calais, Carolyn Carlson. Unterstützt von Conseil Général des Bouches du Rhône. In Kooperation mit Berliner Festspiele.