Sir Simon Rattle

Sir Simon Rattle

© Holger Kettner

Konzert
Brahms / Schumann / Berliner Orchester

Berliner Philharmoniker

Brahms / Schumann I

19:00 Uhr Einführung

Seine Erste Symphonie schrieb Robert Schumann nach eigenem Bekunden „in jenem Frühlingsdrang, der den Menschen wohl bis in höchste Alter hinreißt und jedes Jahr von neuem überfällt.“ Anfang des Jahres 1841 war „Frühlingsdrang“ für Schumann gleichbedeutend mit Schaffensdrang. Nachdem er im Jahr zuvor über einer Symphonie in c-Moll gebrütet hatte, die nicht „gelingen“ wollte, skizzierte Schumann seine „Frühlings-Symphonie“ in nur vier Tagen, um sie dann im „Sturmschritt“ zu instrumentieren. Den biographischen Hintergrund des Werkes bildete die lang ersehnte und schwer erkämpfte Ehe mit Clara Wieck, die ein knappes halbes Jahr zuvor rechtskräftig geworden war. Darüber hinaus ließ sich Schumann bei der Komposition seiner am 31. März 1841 durch das Leipziger Gewandhausorchester unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführter „Frühlings-Symphonie“ von der Lyrik eines befreundeten Dichters inspirieren. „Frühlingsbeginn“, „Abend“, „Frohe Gespielen“ und „Voller Frühling“ lauten die von Schumann später verworfenen Satzüberschriften des Werkes – denn „schildern, malen“ wollte der Komponist nicht. Dass „aber eben die Zeit, in der die Sinfonie entstand, auf ihre Gestaltung, und dass sie grade so geworden, wie sie ist, eingewirkt hat“, daran hielt Schumann fest. Zu Beginn eines symphonischen Brahms-Schumann-Zyklus der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Simon Rattle trifft Schumanns „Frühlings-Symphonie“ in diesem Konzert auf die Erste Symphonie von Johannes Brahms.

Robert Schumann [1810-1856]
Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 [1841]
„Frühlings-Symphonie“

Johannes Brahms [1833-1897]
Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 [1862-76]

Eine Veranstaltung der Stiftung Berliner Philharmoniker
in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin