Die letzten Zeugen

Die letzten Zeugen. Auf der Leinwand: Rudolf Gelbard

© Reinhard Werner

Theater
10er Auswahl

Die letzten Zeugen

Ein Projekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann
Burgtheater, Wien

Premiere 20. Oktober 2013

  • 3h 20 (2 Stunden Aufführung, eine Stunde Publikumsgespräch), eine Pause nach der Aufführung

Sechs Überlebende des Holocaust sitzen schweigend hinter einem durchsichtigen Vorhang auf der Bühne, ihre nur scheinbar regungslosen Gesichter werden auf die Leinwand projiziert, während vier jüngere Schauspieler deren Lebens- und Leidensgeschichten vorlesen. Fotos aus dem Wien der 1930er Jahre erscheinen: Massen, die den Nazis zujubeln, Bilder aus den Lagern mit Leichen und Verlorenen; Befreiungsszenen endlich. Die Frauen und Männer sind zwischen 80 und 100 Jahre alt. Wenn ihre Geschichte erzählt ist, treten sie nach vorne und sprechen eine sehr persönliche Botschaft. Das ist in Wien sehr behutsam in Szene gesetzt, verzichtet auf theaterwirksame Garnierung, ist im besten Sinne erzählend – und hat deshalb nichts von pflichtschuldiger Erinnerungsverrenkung mit Betroffenheitsautomatik. „Die letzten Zeugen“ ist ein eindringliches, aber auch fragiles (Theater-)Dokument.

www.burgtheater.at

Einrichtung Matthias Hartmann
Bühne Volker Hintermeier
Kostüme Lejla Ganic
Licht Peter Bandl
Video Moritz Grewenig, Anna Bertsch, Florian Gruber, Markus Lubej
Dramaturgie Andreas Erdmann

Mit
Lucia Heilman
Vilma Neuwirth
Suzanne-Lucienne Rabinovici
Marko Feingold
Rudolf Gelbard
Ari Rath

sowie
Mavie Hörbiger
Dörte Lyssewski
Peter Knaack
Daniel Sträßer