Pascal Rambert: Ende einer Liebe

Pascal Rambert: Ende einer Liebe

© Armin Smailovic

Theater

Pascal Rambert

Pascal Rambert, Paris
„Ende einer Liebe“
Theater

  • Dauer 120 min
  • In deutscher Sprache

Artist Talk
28. Juni 2014 im Anschluss an die Vorstellung

Am Anfang war das Wort … und am Ende sahen sie, dass es nicht gut war. Worte können versprechen, verkünden, offenbaren. Gegenseitige Erkenntnis manifestiert sich in Liebesschwüren, die der Flüchtigkeit Dauer verleihen sollen und der Liebe einen Körper, und sei er aus Text gemacht. Dann wieder ist die Sprache stumpf, der Körper, der sie spricht, eine Waffe, die Abrechnung scharf wie ein Rasiermesser. Der französische Autor und Regiestar Pascal Rambert hat „Clôture de l’amour“, diesen Dialog des Endes einer Liebe, in der deutschen Fassung ganz auf seine Schauspieler Jens Harzer und Marina Galic zugeschnitten, er hat ihre Sprechweisen, ihren körperlichen Ausdruck mit dem, was von der Liebe übrig bleibt, auf schmerzhafte Weise verknüpft. Erst hört sie zu, dann er. Das Scheitern des Dialogs wird überdeutlich in dieser schweigenden Hinnahme der jeweiligen Klage. Eine Anatomie der Liebe wird sichtbar, eine Sektion am lebendigen Leibe. Das Versprechen der Liebe scheitert an der gesellschaftlichen Realität, an den Auffassungen von Geschlechtsidentität, an Anspruch und Wirklichkeit. Seit seiner umjubelten Uraufführung in Avignon 2011 ist das Stück auf einer besonderen Welttournee: Pascal Rambert inszeniert es von Moskau über New York bis Tokio in neuen Sprachen immer wieder selbst. Mit dem Théâtre de Gennevilliers / T2G leitet Rambert darüber hinaus einen der interessantesten Orte für zeitgenössisches Theater in Paris.

Mit Marina Galic, Jens Harzer und dem Kinderchor Canzonetta
Regie, Ausstattung Pascal Rambert
Ausstattungsmitarbeit Christoph Rufer
Dramaturgie Susanne Meister
Regieassistenz Helge Schmidt

Produktion: Thalia Theater Hamburg
Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main
Der Originaltext „Clôture de l’amour“ ist bei Les Solitaires Intempestifs erschienen.
Deutsche Übersetzung: Peter Stephan Jungk

Mit Unterstützung von: Institut français