Boris Charmatz / Musée de la danse: Aatt enen tionon

Boris Charmatz / Musée de la danse: Aatt enen tionon

© Marc Domage

Tanz

Boris Charmatz / Musée de la danse

Boris Charmatz / Musée de la danse, Rennes
„Aatt enen tionon“
Tanz

  • Dauer 40 min

Aufmerksamkeit ist ein prekäres Gut. Achtung hat mit ihr zu tun. Boris Charmatz’ frühe Choreografie „Aatt enen tionon“ (Attention, also Aufmerksamkeit oder Achtung) verlagert die horizontale Achse der Bühne in eine vertikale Schichtung: Zwei Tänzer und eine Tänzerin bewegen sich in einer Rauminstallation, die Kontakt nur über die Geräusche ihrer Körper auf den Plattformen der übereinander geschichteten Minimalbühnen ermöglicht. Die Zuschauer müssen um diese Installation herum ihre eigenen Positionen finden, jeder erwünschte Zoom erfordert eine Bewegung auf die Tänzer zu. Aufmerksamkeit garantiert hier auch Sorge, etwa um die Tänzerin, die auf dem oberen Level tanzt, ohne Rahmung. Achtung fordert auch der Einsatz der Körper, die Choreografie wirft sie auf den Boden, lässt sie an unsichtbare Wände stoßen und sich exponieren. Aufmerksamkeit brauchen die Performer, um die Grenzen zu wahren, ihre eigenen körperlichen und die des Raums, der ihnen zur Verfügung steht.

Mit Matthieu Burner, Boris Charmatz, Lénio Kaklea
Choreografie Boris Charmatz
Licht Yves Godin
Sound Hubertus Biermann, Olivier Renouf
Musik PJ Harvey
Inspizienz Yves Godin, Fabrice Le Fur

Produktion: Musée de la danse / Centre choréographique national de Rennes et de Bretagne – Leitung: Boris Charmatz
Koproduktion: La Halle aux Grains – Scène nationale de Blois / La Ferme du Buisson – Scène nationale de Marne-la-Vallée / La Bâtie – Festival de Genève / Les Hivernales-Avignon
„Aatt enen tionon“ wurde am 9. Februar 1996 in La Halle aux Grains national – Scène de Blois im Rahmen des Dance Now Festivals erstellt.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Mit Unterstützung von Institut français im Rahmen des Programms IntégraleS und mit Unterstützung der Convention Institut français / Stadt Rennes / Rennes Métropole.

In Zusammenarbeit mit: ST. AGNES