Marta Górnicka: Requiemaszyna

Marta Górnicka: Requiemaszyna

© Marta Ankiersztejn

Theater

Marta Górnicka

Marta Górnicka & Chór Kobiet, Warschau
„Requiemaszyna“
Nach Texten von Władysław Broniewski
Theater

  • Dauer 45 min
  • In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Was fehlt der Protestbewegung auf den Plätzen der Welt heute? Der zeitgemäße Soundtrack. Die polnische Regisseurin Marta Górnicka liefert ihn mit ihrer dritten Chorproduktion, in der sie erstmals Männer und Frauen gemeinsam auf die Bühne bringt. Die Lyrik des polnischen Dichters Władysław Broniewski stand am Anfang der „Requiemmaschine“, die Górnicka aus Text, Musik und Choreografie gebaut hat. Überraschend zeitgenössisch klingen die Texte aus der großen Wirtschaftsdepression von vor beinahe 100 Jahren. Der Rhythmus, in dem der Text vorgetragen wird, ist ansteckend, ermutigend dieser Kollektivkörper des Chores. Górnicka schafft einen paradoxen Effekt, spricht die Inszenierung doch vom Überflüssigwerden der Menschen in der Maschinisierung der Welt. Dennoch zeigt sich hier die befreite Energie von empörten Frauen und Männern, deren Kraft eine eigene Mechanik entfaltet, die sich dem herrschenden System entgegenstellt.

Mit Antoni Beksiak, Justyna Chaberek, Bartosz Dermont, Maciej Dużyński, Michał Głowacki, Paweł Góralski, Bartosz Grędysa, Anna Jagłowska, Katarzyna Jaźnicka, Borys Jaźnicki, Ewa Konstanciak, Adam Konowalski, Wiesław Kowalski, Grzegorz Kuraszkiewicz, Piotr Antoni Kurjata, Janusz Leśniewski, Maciej Łagodziński, Kamila Michalska, Grzegorz Milczarczyk, Magda Roma Przybylska, Anna Rączkowska, Dominika Stefańska, Kaja Stępkowska, Dawid Wawryka, Anna Wodzyńska, Łukasz Wójcicki, Marcin Zarzeczny

Konzept, Libretto, Regie Marta Górnicka
Partitur IEN
Choreografie Anna Godowska
Dramaturgie Agata Adamiecka
Bühne Robert Rumas
Kostüm Arek Ślesiński

Produktion: Instytut Teatralny im. Zbigniewa Raszewskiego
Koproduktion: La Filature – Scène Nationale / Théâtre National de Strasbourg / Le Maillon – Théâtre de Strasbourg / Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr
Mit Dank an Mary Pijanowski-Broniewska und Eva Zawistowska für die Erlaubnis zur Verwendung der Texte von Władysław Broniewski.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Mit Unterstützung von: Polnisches Institut