Gewandhausorchester Leipzig

 

Als am 25. November 1781 in Leipzig das zu einem Konzertsaal mit 500 Plätzen umgebaute Messehaus der Tuchhändler eröffnet wurde, erhielt das dort residierende Gewandhausorchester nicht nur eine repräsentative Spielstätte, sondern auch seinen Namen. Im schon damals außerordentlich rege entwickelten Musikleben der Stadt Leipzig reicht die Geschichte des Orchesters noch weit hinter dieses Datum zurück, und so ist das Gewandhausorchester eines der ältesten Orchester überhaupt. Von entscheidender Bedeutung für seine Entwicklung war die Amtszeit von Felix Mendelssohn-Bartholdy als Gewandhauskapellmeister (1835–47). Er legte den Grundstein für die herausragende Qualität des Klangkörpers, die seither nicht mehr verloren gegangen ist. Heute absolviert das Gewandhausorchester weit über 200 Auftritte an drei Leipziger Spielstätten. Es ist das Konzertorchester des Gewandhauses, das Orchester der Oper Leipzig und das Ensemble, das wöchentlich gemeinsam mit dem Thomanerchor in der Thomaskirche Kantaten von Bach aufführt. Daneben gibt das Gewandhausorchester regelmäßige Gastspiele in allen großen Zentren der Musikwelt.

In seiner langen Geschichte haben zahllose große Dirigenten vor dem Gewandhausorchester gestanden. Auch Gustav Mahler war hier von 1886 bis 1888 engagiert. Damals ein aufstrebender junger Musiker, dirigierte er das Gewandhausorchester in knapp 300 Aufführungen. Später hat sich vor allem Arthur Nikisch um die besondere Mahler-Tradition des Orchesters verdient gemacht. In Riccardo Chailly hat das Gewandhausorchester 2005 einen Kapellmeister gefunden, der die große Tradition des Orchesters fortsetzt. Unter seiner Leitung fand das Gewandhausorchester international begeisterten Zuspruch. Zahlreiche gemeinsame CD-Einspielungen, unter anderem mit großen Bach-, Mendelssohn- und Brahms-Zyklen, wurden in der Fachpresse hoch gelobt und erhielten wichtige Auszeichnungen.

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Stand: Juni 2014

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