Jonathan Nott

© Richard Haughton

Jonathan Nott

Seit Januar 2000 ist Jonathan Nott Chefdirigent bei den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie und übernahm mit riesigem Erfolg das Erbe seiner Vorgänger.

Nach einer ersten Zusammenarbeit 2013 ist Jonathan Nott seit der Saison 2014/2015 Erster Dirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie. Gleichzeitig trat er das Amt des Music Director des Tokyo Symphony Orchestra an. Zur Saison 2016/2017 wird er Chefdirigent und Musikdirektor beim Orchestre de la Suisse Romande in Genf.

Mit den Bamberger Symphonikern ist Jonathan Nott regelmäßig bei allen wichtigen Festivals zu Gast. Im Sommer des „Wagner-Jahres“ 2013 waren er und die Bamberger Symphoniker Orchestra in Residence des Lucerne Festivals und führten Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ mit internationaler Starbesetzung auf. Bereits 2007 waren die Bamberger Symphoniker Orchestra in Residence beim Lucerne Festival mit Jonathan Nott als Artiste étoile. 2003 hatten Jonathan Nott und das Orchester ihr gemeinsames Debüt beim Edinburgh International Festival gegeben, bei dem sie erneut 2005 und 2011 als Orchestra in Residence auftraten.

Mit Jonathan Nott gab die Bayerische Staatsphilharmonie Konzerte bei den Salzburger Festspielen (2004), dem Beijing Music Festival (2008), den Londoner Proms (2009 / 2013) sowie viermal im New Yorker Lincoln Center und unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa mit Konzerten in Paris, Madrid, Brüssel, Luxemburg, London, Wien und Berlin sowie drei Tourneen nach Japan. Sie spielten vor Papst Benedikt XVI. in der Päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo anlässlich des Jubiläums „1000 Jahre Bistum Bamberg“ und unternahmen in den letzten Jahren außerdem Tourneen nach China und Südamerika. An Silvester 2013 leitete er die Bamberger Symphoniker im offiziellen Neujahrskonzert in Beijing, das landesweit live im Fernsehen übertragen wurde. Darüber hinaus sind die Bamberger Symphoniker und ihr Chefdirigent regelmäßig zu Gast bei den wichtigen Festivals und in den bedeutenden Konzerthäusern Europas. Unter Jonathan Nott haben sich die Bamberger Symphoniker in der jüngeren Vergangenheit auf verschiedensten Repertoire-Feldern profiliert, zuletzt rückte vor allem die Musik Mahlers in den Fokus des Orchesters. Längst gilt die Bayerische Staatsphilharmonie als eines der führenden Mahler-Orchester, mit ihren Interpretationen sorgen Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker in der Musikwelt für Aufsehen. Im Jahr 2013 vollendeten sie den CD-Zyklus sämtlicher Symphonien von Gustav Mahler – eine Gesamteinspielung, deren einzelne Aufnahmen über die Jahre hinweg immer wieder mit renommierten Preisen ausgezeichnet wurden wie dem MIDEM Classical Award oder dem Internationalen Schallplattenpreis Toblacher Komponierhäuschen.

Dass Jonathan Nott, Träger des Kultur-Preises Bayern 2009, des Ehrenringes der Stadt Bamberg und des Bayerischen Verdienstordens 2011, neben dem großen, „reinen“ Orchesterrepertoire der menschlichen Stimme einen gewichtigen Platz in seinen Programmen einräumt, überrascht kaum angesichts seiner musikalischen Ausbildung, studierte er doch nicht nur Musikwissenschaft in Cambridge und Dirigieren in London, sondern auch Gesang und Flöte in Manchester. Er dirigierte die Bamberger Symphoniker in konzertanten Aufführungen von Beethovens Fidelio und Wagners „Ring“ und „Tristan und Isolde“, dazu widmete er sich Ligetis „Requiem“, Verdis „Messa da Requiem“ sowie Haydns „Azione teatrale L’isola disabitata“ – letztgenanntem Werk in einer szenischen Produktion am Bamberger E.T.A.-Hoffmann-Theater.

Zu Jonathan Notts Arbeit am Dirigentenpult hinzu tritt sein Engagement für den Dirigenten-Nachwuchs: 2004 richtete das Orchester zum ersten Mal den Bamberger Symphoniker Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb aus, der alle drei Jahre international als hochkarätiges Forum der künstlerischen Nachwuchsförderung wahrgenommen wird und dessen Jury-Präsident Jonathan Nott seit der ersten Austragung ist. Für den Gewinner der ersten Auflage des Wettbewerbs, Gustavo Dudamel, wurde der Erfolg in Bamberg zum Auftakt einer atemberaubenden Karriere, die den Venezolaner inzwischen zu den weltweit bedeutendsten Orchestern führt. Der nächste Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb findet im Mai 2016 als „the mahler competition“ statt.

Jonathan Nott übernahm nach einem Engagement an der Oper Frankfurt 1991 zunächst die Stelle des Ersten Kapellmeisters am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden, in der Saison 1995/1996 leitete er dieses Haus interimistisch auch als Generalmusikdirektor. Während dieser Zeit dirigierte er ein breites Spektrum der Opern-, Ballett- und Musical-Literatur, zugleich begann seine intensive Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern. 1997 ging Jonathan Nott an das Luzerner Theater und trat als Chefdirigent die Leitung des Luzerner Sinfonieorchesters an. Parallel dazu hatte er von 2000 bis 2003 die Leitung des von Pierre Boulez gegründeten Ensemble intercontemporain in Paris inne, bei dem er seither regelmäßig als Gastdirigent zu erleben ist.

In den vergangenen Jahren stand Jonathan Nott am Pult fast aller bedeutenden Symphonieorchester Europas und der USA. Mit den Berliner Philharmonikern nahm er auf persönlichen Wunsch des Komponisten sämtliche Orchesterwerke György Ligetis auf CD auf. Die Einspielungen wurden von der Fachpresse mit Begeisterung aufgenommen.

www.bamberger-symphoniker.de 

Stand: Juni 2016

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