Vladimir Jurowski

© Roman Gontcharov

Vladimir Jurowski

 

Vladimir Jurowski ist ab September 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des RundfunkSinfonieorchesters Berlin (RSB). Er gilt als einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für sein präzises musikalisches Können und sein experimentierfreudiges künstlerisches Engagement gefeiert wird. Geboren 1972 in Moskau, begann er am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sein Studium an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin abschloss. 1996 debütierte er auf internationaler Ebene beim Wexford Festival und am Royal Opera Hause Covent Garden.

2003 wurde Vladimir Jurowski zum Ersten Gastdirigenten des London Philharmonie Orchestra ernannt und ist seit September 2007 dessen Principal Conductor. Darüber hinaus ist er Künstlerischer Leiter des Akademischen Staatsorchesters Russlands „Jewgeni Swetlanow“, mit dem er in Moskau ein erfolgreiches Profil mit besonderem Fokus auf das zeitgenössische Repertoire entwickelt hat. Seit Ende 2015 ist er außerdem der Künstlerische Leiter des George-Enescu-Festivals in Bukarest. In der Vergangenheit war er Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin (1997-2000), Erster Gastdirigent des Teatro Gornunale di Bologna (2000-2003), Erster Gastdirigent des Russischen Nationalorchesters (2005-2009) und Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera (2001-2013).

Als Gastdirigent leitet Vladimir Jurowski Konzerte der bedeutenden Orchester Europas und Nordamerikas, darunter die Berliner, Wiener und New Yorker Philharmoniker, das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam, das Cleveland und das Philadelphia Orchestra, die Sinfonieorchester von Boston und Chicago, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Sächsische Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig. Er ist einer der Principal Artists des Orchestra of the Age of Enlightenment und arbeitet zudem regelmäßig mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem Ensemble unitedberlin. 2016 verlieh ihm das Royal College of Music in London die Ehrendoktorwürde.

Seit 1996 ist Vladimir Jurowski auch auf den internationalen Opernbühnen zu Hause. Mit „Rigoletto“ debütierte er an der Metropolitan Opera New York und war seitdem u.a. mit „Jenufa“, „Hänsel und Gretel“ und „Die Frau ohne Schatten“ erneut dort zu Gast. Er dirigierte an der Welsh National Opera, der Opera National de Paris, der Mailänder Scala, am Bolschoi-Theater Moskau sowie an der Dresdner Semperoper. Beim Opernfestival in Glyndebourne leitete er Werke wie „Die Zauberflöte“, „Otello“, „Tristan und lsolde“ und „Ariadne auf Naxos“. 2015 kehrte er an die Komische Oper Berlin für eine gefeierte Neuproduktion von Schönbergs „Moses und Aron“ zurück und gab sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Prokofjews „Der feurige Engel“. An der Glyndebourne Opera liegt im Juni 2017 die musikalische Leitung der Weltpremiere von Brett Deans „Hamlet“ in seinen Händen. Im Juli gibt er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit Alban Bergs „Wozzeck“ und im Juni 2018 dirigiert er an der Opera National de Paris eine Neuinszenierung von Mussorgskis „Boris Godunow“.

Mit dem London Philharmonie Orchestra hat Vladimir Jurowski viele Live-Aufnahmen auf dem LPO Live Label veröffentlicht, darunter alle Brahms-Sinfonien sowie Werke von Rachmaninow, Mahler und Tschaikowsky. Zu den zahlreichen Aufnahmen aus seiner Amtszeit als Musikdirektor in Glyndebourne gehören preisgekrönte Aufnahmen von „Tristan und lsolde“ und „Ariadne auf Naxos“. Für PENTATONE nahm Jurowski Schnittkes Sinfonie Nr. 3 mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin auf sowie eine Reihe russischer Werke mit dem Russischen Nationalorchester. Im September 2017 erscheint bei PENTATONE seine Einspielung von Strauss’ „Also sprach Zarathustra“ und Mahlers „Todtenfeier“ mit dem RSB.

Stand: August 2017

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