Laurence Dreyfus

 

Laurence Dreyfus, Diskant- und Bass-Gambist und künstlerischer Leiter des Gamben-Consorts PHANTASM, wurde im amerikanischen Boston, Massachusetts geboren. Neben seinem Cellostudium bei Leonard Rose an der Juilliard School in New York beschäftigte er sich mit Musikwissenschaft und Politologie, wandte sich jedoch nach seinem Abschluss bald der Viola da Gamba zu und studierte dieses Instrument bei Wieland Kuijken am Königlichen Konservatorium in Brüssel, wo ihm das Diplôme supérieur verliehen wurde.

Seither konzertierte er als Solist und mit seinem Ensemble PHANTASM auf fast allen wichtigen Festivals und Konzertbühnen in Europa, den USA und Fernost.

Unter seinen zahlreichen Solo-CD-Einspielungen finden sich Bachs Gambensonaten (mit Ketil Haugsand, Cembalo), ebenso wie Marin Marais’ „Pièces de violes“ und Rameaus „Pièces de clavecin en concert“, außerdem nahm er mit Silvia McNair ein Grammy-prämiertes Album von Purcell-Songs auf.

Des Weiteren erschienen bislang 14 CDs mit dem von Dreyfus gegründeten Gamben-Consort PHANTASM, von denen viele mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.

Als international angesehener Musikwissenschaftler veröffentlichte Laurence Dreyfus unzählige Fachartikel und mehrere Bücher, unter anderem „Bachs Continuo-Gruppe“ und „Bach and the Patterns of Invention“ (Harvard, 1987 und 1996). Letzteres gewann den Kinkeldey Award der amerikanischen Gesellschaft für Musikwissenschaft als Bestes Buch des Jahres. Sein neuestes Buch, „Wagner and the Erotic Impulse“, wurde im Oktober 2010 bei Harvard University Press veröffentlicht.

Dreyfus lehrte an der Yale University, der University of Chicago, Stanford University, und der Royal Academy of Music in London, bevor er im Jahr 1995 als Thurston Dart Professor an das King‘s College London berufen wurde. Im Jahr 2002 wurde er zum Fellow der British Academy ernannt und seit 2005 nimmt er einen Lehrauftrag an der University of Oxford in Verbindung mit einem Tutorial Fellowship in Magdalen College wahr, wo er 2006 zum Professor für Musikwissenschaft und Aufführungspraxis ernannt wurde.

Stand: Juni 2014