Andris Nelsons

© Marco Borggreve

Andris Nelsons

In der Saison 2017/2018, seiner vierten als Ray and Maria Stata Music Director des Boston Symphony Orchestra, dirigiert Andris Nelsons das BSO in zwölf breit gefächerten Programmen, von denen drei im März auch in der New Yorker Carnegie Hall aufgeführt werden. Ebenfalls in dieser Saison, im November, unternahm er mit dem Orchester zum ersten Mal eine Japan-Tournee mit Konzerten in Nagoya, Osaka, Kawasaki und Tokyo. Außerdem wurde er im Februar 2018 Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig und schmiedet eine einzigartige multidimensionale Verbindung zwischen den Orchestern. Im selben Monat hat das BSO unter seiner Leitung die erste „Leipzig Week in Boston“ gefeiert. Im Sommer 2015, nach seiner ersten Saison als Musikdirektor, wurde der Vertrag von Andris Nelsons beim Boston Symphony Orchestra bis zur Saison 2021/2022 verlängert. Nach der Tanglewood-Saison im Sommer 2015 unternahmen Andris Nelsons und das BSO eine zwölf Konzerte umfassende Tournee in acht europäische Städte und spielten auf den Festivals in Luzern, Grafenegg und bei den Salzburger Festspielen. Im Mai 2016 folgte eine acht Städte umfassende Tournee durch Deutschland, Österreich und Luxemburg.

Als fünfzehnter Music Director des Boston Symphony Orchestra gab Andris Nelsons sein Debüt mit dem BSO im März 2011 in der Carnegie Hall. Sein Debüt in Tanglewood erfolgte im Juli 2012 und sein erstes Abonnement-Konzert mit dem BSO im Januar 2013. Seine erste CD mit dem BSO – Live-Einspielungen von Wagners Tannhäuser-Ouvertüre und der 2. Symphonie von Sibelius – erschien im November 2014 bei BSO Classics. Im April 2017 erschien bei BSO Classics eine Live-Einspielung der vier Brahms-Symphonien dirigiert von Andris Nelsons in der Symphony Hall im November 2016. Im Rahmen einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon seit der Saison 2014/2015 nimmt er mit dem BSO Live-Einspielungen aller Symphonien von Schostakowitsch auf, ebenso von dessen Oper Lady Macbeth von Mzsensk sowie anderer Werke dieses Komponisten. Die erste Schostakowitsch-CD – die 10. Symphonie und die Passacaglia aus Lady Macbeth von Mzensk – gewann 2016 einen Grammy als beste Orchesterdarbietung sowie den Orchestral Award des Grammophone Magazins. Die zweite CD – die Symphonien Nr. 5, 8 und 9 sowie Auszüge aus Schostakotwitsch’s Bühnenmusik zu Hamlet – gewann 2017 den Grammy als beste Orchesterdarbietung. Ebenfalls für die Deutsche Grammophon nimmt Andris Nelsons die Bruckner-Symphonien mit dem Gewandhausorchester Leipzig auf sowie die Beethoven-Symphonien mit den Wiener Philharmonikern.

In der Saison 2017/18 ist Andris Nelsons Artist in Residence am Konzerthaus Dortmund und setzt seine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern mit einer China-Tournee fort. Er arbeitet außerdem regelmäßig mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonia Orchestra zusammen. Er ist regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen sowie im Royal Opera House Covent Garden zu Gast, wo er in dieser Saison eine Neuproduktion des Lohengrin unter der Regie von David Alden dirigiert. Andris Nelsons wurde 1978 im lettischen Riga in einer Musikerfamilie geboren und begann seine Karriere als Trompeter beim Latvian National Opera Orchestra, bevor er Dirigieren studierte. Von 2008 bis 2015 war Andris Nelsons Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra. Von 2006 bis 2009 war er Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und von 2003 bis 2007 Music Director der Latvian National Opera. Andris Nelsons steht im Mittelpunkt einer 2013 bei Orfeo auf DVD erschienenen Dokumentation mit dem Titel Andris Nelsons: Genius on Fire.

www.andrisnelsons.com 

Stand: Mai 2018

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