Barbara Hannigan

 

Die Sopranistin Barbara Hannigan ist in Kanada geboren und aufgewachsen und studierte zunächst an der University of Toronto. Anschließend führte sie ihr Studium am Koninklijk Conservatorium in Den Haag fort und nahm Privatunterricht beim New Yorker Gesangslehrer Neil Semer. Barbara Hannigan ist mit den weltweit führenden Orchestern und Dirigenten aufgetreten und ein gern gesehener Gast bei den Berliner Philharmonikern. Als hochgeschätzte Interpretin des zeitgenössischen Repertoires widmet sich Barbara Hannigan in besonderer Weise der neuen Musik und hat bislang über 80 Werke zur Uraufführung gebracht. Sie hat mit Komponisten wie György Ligeti und Pierre Boulez zusammengearbeitet sowie mit Pascal Dusapin, Unsuk Chin, Oliver Knussen, George Benjamin und Hans Abrahamsen, um nur einige wenige zu nennen. Kommende Uraufführungen umfassen die neue Oper von Gerald Barry „Alice‘s Adventures Under Ground“ nach „Alice in Wonderland“, in der Barbara Hannigan die Titelpartie verkörpern wird, und Brett Deans neue Oper über „Hamlet“ mit Barbara Hannigan als Ophelia. Zudem wird es eine Zusammenarbeit mit ihrem Landsmann, dem kanadischen Geiger und Sänger Owen Pallett, geben.

Als Bühnendarstellerin reicht das Opernrepertoire von Barbara Hannigan von der Marie in „Die Soldaten“ von Bernd Alois Zimmerman an der Bayerischen Staatsoper München bis zur Partie der Agnes in der Uraufführung von George Benjamins „Written on Skin“, ein Auftragswerk des Festivals in Aix-en-Provence, das anschließend an vielen Bühnen Europas gezeigt wurde. Ein hochgepriesenes Debüt gab sie als Lulu in Alban Bergs gleichnamiger Oper am Brüsseler Opernhaus La Monnaie. Sie sang die Titelpartie in „Le rossignol“ von Igor Strawinsky und die Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“. In den kommenden Spielzeiten wird sie als Mélisande in „Pelléas et Mélisande“ von Claude Debussy debütieren sowie in der Gesangspartie von Francis Poulencs „La voix humaine“.

2010 gab Barbara Hannigan auch ihr Debüt als Dirigentin am Pariser Théâtre du Châtelet mit der Leitung von Igor Stravinskys „Renard“. Seitdem hat sie darüber hinaus die Prager Philharmoniker dirigiert, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom, die Göteborgs Symfoniker, das WDR Sinfonieorchester Köln, das Helsinki Philharmonic Orchestra sowie das Mahler Chamber Orchestra. Ihr Debüt am Dirgierpult des Concertgebouw in Amsterdam wurde mit dem Ovatie-Preis als bestes Klassikkonzert 2014 ausgezeichnet.

Für ihre Leistungen im Musiktheater während der Spielzeit 2012/13 wurde sie vom Magazin „Opernwelt“ zur Sängerin des Jahres gekürt und vom französischen Syndicat Professionel de la critique de Théâtre, Musique et Danse zur „Musikalischen Persönlichkeit des Jahres“. Ihre Einspielung von Henri Dutilleux’ „Correspondances“ mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen, 2013 beim Label Deutsche Grammophon erschienen, gewann den Gramophone Award wie auch den französischen Preis Victoires de la Musique. Barbara Hannigan war in der Saison 2013/14 Artist in Residence der „ZaterdagMatinee“ im Amsterdamer Concertgebouw, 2014 künstlerische Leiterin des Musikfestivals Suvisoitto („Sommerklänge“) in Porvoo/Finnland und im gleichen Jahr auch „Artiste étoile“ beim Lucerne Festival.

www.barbarahannigan.com

Stand: Juni 2015

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