Ilya Gringolts

© Tomasz Trzebiatowski

Ilya Gringolts

 

„Wo man sich einst damit zufrieden gab, das spieltechnische Feuerwerk zu bewundern, kann man nun, dank Gringolts‘ Sinn für Timing und seiner Aufmerksamkeit für die Dynamik, wirklich die Musik hören.“ („Grammophone“)

Der russische Geiger Ilya Gringolts überzeugt mit äußerst virtuosem Spiel und feinfühligen Interpretationen und sucht dabei stets nach neuen musikalischen Herausforderungen. Als gefragter Solist widmet er sich neben dem großen Orchesterrepertoire auch selten gespielten und zeitgenössischen Werken. Kompositionen von Peter Maxwell Davies, Augusta Read Thomas, Christophe Bertrand und Michael Jarrell wurden von ihm uraufgeführt. Daneben gilt sein künstlerisches Interesse der historischen Aufführungspraxis. So leitete er vergangene Saison von der Violine aus Nicolò Paganinis 1. Violinkonzert in Originaltonart mit dem Finnish Baroque Orchestra und war als Solist mit der Oxford Philharmonia zu hören.

Ilya Gringolts konzertierte bereits mit so namhaften Orchestern wie dem Royal Liverpool Philharmonic, dem BBC Symphony, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den St. Petersburger Philharmoniker, dem Los Angeles Philharmonic, dem Chicago Symphony, dem Melbourne Symphony, dem NHK Symphony Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, dem São Paulo State Symphony, dem Hallé Orchestra und den beiden Orchestern der SWR. Jüngste Höhepunkte waren Projekte mit den Bamberger Symphonikern, dem Warsaw Philharmonic, dem BBC Scottish Symphony, dem Copenhagen Philharmonic, dem City of Birmingham Symphony Orchestra oder dem Singapore Symphony, in 2016/17 debutiert er zudem mit dem Violinkonzert von György Ligeti beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und geht im Frühjahr mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung seines ehemaligen Lehrers Itzhak Perlman auf Tournee.

Er ist außerdem Primarius des 2008 gegründeten Gringolts Quartetts, das seither mit Auftritten u.a. bei den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival, dem Menuhin Festival Gstaad oder am Teatro La Fenice in Venedig Erfolge feiert. Als Kammermusiker arbeitet er mit Künstlern wie Yuri Bashmet, David Kadouch, Itamar Golan, Peter Laul, Aleksandar Madzar, Nicolas Altstaedt, Andreas Ottensamer, Antoine Tamestit und Jörg Widmann zusammen und ist regelmäßiger Gast u.a. bei den Festivals in Luzern, Kuhmo, Verbier, Colmar und Bukarest (Enescu Festival) sowie bei den Mailänder Serate Musicali und an der Sankt Petersburger Philharmonie.

Nach zahlreichen von der Kritik hochgelobten CD-Produktionen bei der Deutschen Grammophon, BIS und Hyperion widmete sich Ilya Gringolts 2010 bis 2011 in einer Reihe dreier bei Onyx erschienenen Aufnahmen der Kammermusik Robert Schumanns. 2013/14 erntete seine Einspielung von Nicolò Paganinis 24 Capricen für Violine solo begeisterte Kritiken, und im Orchesterbereich machte er letztes Jahr durch die Aufnahme von Mieczysław Weinbergs Violinkonzert mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra auf sich aufmerksam.

Nachdem er zunächst Violine und Komposition in St. Petersburg bei Tatiana Liberova und Jeanna Metallidi studiert hatte, setzte Ilya Gringolts sein Studium bei Itzhak Perlman an der Juilliard School fort. 1998 ging er als Gewinner des internationalen Violin-Wettbewerbs Premio Paganini hervor, als jüngster Teilnehmer im Finale der Wettbewerbsgeschichte.

Neben seiner Tätigkeit als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste wirkt Ilya Gringolts regelmäßig als Violin International Fellow am Royal Scottish Conservatoire in Glasgow. Er spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri „del Gesù“, Cremona 1742/43, die ihm aus privatem Besitz zur Verfügung gestellt wurde.

www.ilyagringolts.com 

Stand: Juni 2017

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