Melvyn Poore

© Klaus Rudolph

Melvyn Poore

„Die Richtung war früh schon klar. Seit ich 4 war, habe ich – wie mein Vater – Euphonium gespielt, mit 7 bin ich zum ersten Mal aufgetreten, später kam das Klavier dazu, und mit 12 entschied ich mich schließlich für die Tuba.“

Wie weit man mit diesem scheinbar unbeweglichen Instrument gehen kann, das aber klärt sich für Melvyn Poore erst während seines Studiums. Seine Erfahrungen als „Music Director“ des Birmingham Arts Laboratory verstärken die Einsicht, dass es ein Tuba-Leben auch jenseits des Orchesteralltags geben muss. „Schon als Student habe ich am liebsten Stücke gespielt, die gar nicht für die Tuba geschrieben waren.“

Erste Experimente im Arts Lab mit Tonbändern und Elektronik führen Poore zu einer neuen Leidenschaft: der experimentellen Interaktion von akustischen Instrumenten und Technik, die nun gleichberechtigt neben rein akustischen Experimenten mit den Klangmöglichkeiten der Tuba stehen.

Seine Erfahrungen gibt Poore als Interpret, Komponist und auch als Dozent weiter: Er war von 1989 bis Ende 1991 Research Assistant am Salford College of Technology, 1992-94 Gast am Zentrum für Kunst- und Medientechnologie in Karlsruhe (wo er sein Konzept „METAinstrument“ entwickelte) und 1993-95 Visiting Professor for Electro-Acoustic Music am Royal College of Music in London. Seit 1995 ist er festes Mitglied des Ensemble Musikfabrik und in dieser Funktion unter anderem auch in der pädagogischen Arbeit aktiv und maßgeblich mitgestaltend.

Stand: Juni 2017

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