Jan Fabre

© Stefan Van Fleteren

Jan Fabre

 

Jan Fabre, geboren 1958, arbeitet seit 30 Jahren als Bildender Künstler, Theatermacher und Autor. In den späten 70er Jahren erregte er als Performance-Künstler Aufsehen. Seine Arbeit „This is theatre like it was to be expected and foreseen“ stellte 1982 die Grundlagen des europäischen Theaterestablishments in Frage, ebenso wie „The power of theatrical madness“ zwei Jahre später. Produktionen wie „Da un’ altra Faccia del Tempo“, „Je suis Sang“, „Angel of Death“, „Quando l’uomo principale è una donna“, „Orgy of Tolerance“, „Preparatio Mortis“ und „Prometheus-Landscape II“ machten Fabre international bekannt. Im Jahr 2005 war er Artiste Associé beim Festival d’Avignon und entwickelte „Histoire des Larmes“ für den Cour d’Honneur. 2007 schuf Jan Fabre „Requiem für eine Metamorphose“ für die Salzburger Felsenreitschule. Als Autor verfasste er zahlreiche Texte, u.a. „We need heroes now“, „Another sleepy dusty delta day“, „I am a mistake“, „A tribe that’s me“, „The king of plagiarism“ und „Etant donnés“. Für seine jüngste Produktion „Mount Olympus“, die bei Foreign Affairs 2015 uraufgeführt wird, schrieb er mehrere Texte über das Schlafen und Träumen: „Remnants“.

Jan Fabre hat über die Jahre zudem ein bemerkenswertes Oeuvre im Bereich der Bildenden Kunst geschaffen. Einem breiten Publikum wurde er bekannt durch das „Tivoli“-Schloss (1990), „Heaven of Delight“ (2002), wo er die Decke des Spiegelzimmers im Brüsseler Königlichen Palast mit Flügeln großer Eichenprachtkäfer gestaltete, und durch seine Open Air-Skulpturen wie „The man who measured the clouds“ (1998), „Searching for Utopia“ (2003) und „Totem“ (2000–2004). Neuere Ausstellungen sind: „Homo Faber“ (KMSKA, Antwerpen, 2006), „Hortus / Corpus“ (Kröller-Müller Museum, Otterlo, 2011), „From the Cellar to the Attic – From the Feet to the Brain“ (Kunsthaus Bregenz, 2008 und Venedig-Biennale, 2009), „The Hour Blue“ (Kunsthistorisches Museum, Wien, 2011) und „Stigmata. Actions and Performances 1976–2013“ (MAXXI, Rom, 2013 und M HKA, Antwerpen, 2015). 2008 zeigte er seine Arbeit „L’Ange de la metamorphose“ im Pariser Louvre. 2016 wird er eine Ausstellung in der St. Petersburger Eremitage zeigen.

www.janfabre.be 

Stand: Mai 2015

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