Hans Neuenfels

 

Hans Neuenfels wurde 1941 in Krefeld geboren. Seine Schauspiel- und Regieausbildung erhielt er am Max Reinhardt Seminar in Wien. Er inszenierte u. a. am Schauspiel Frankfurt, das er unter der Leitung von Peter Palitzsch mitprägte, in Stuttgart, Hamburg, Berlin, München, Zürich und Wien. Von 1986 bis 1990 war er Intendant der Freien Volksbühne Berlin. Er drehte Filme über Heinrich von Kleist, Robert Musil, Jean Genet und August Strindberg. 1994 erhielt er die Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien.

Seit 1974 führt Neuenfels Opernregie. Zuletzt inszenierte er u. a. „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart (2006) und Giuseppe Verdis „La traviata“ an der Komischen Oper Berlin (2008), „Proserpina“ von Wolfgang Rihm bei den Schwetzinger SWR Festspielen (2009), Aribert Reimanns „Lear“ an der Komischen Oper Berlin (2009), Richard Wagners „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen (2010), „Nabucco“ von Giuseppe Verdi an der Deutschen Oper Berlin (2013) und „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss an der Staatsoper Berlin (2015).

Neuenfels ist Mitglied der Akademie der Künste und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1991 erschien sein Roman „Isaakaros“, 2001 seine Erzählung „Neapel oder die Reise nach Stuttgart“, 2011 „Das Bastardbuch: Autobiographische Stationen“, seine viel beachtete Autobiografie. Er ist mit der Schauspielerin Elisabeth Trissenaar verheiratet. Der gemeinsame Sohn ist der Kameramann Benedict Neuenfels.

Stand: November 2015

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