Gustavo Díaz-Jerez

Gustavo Díaz-Jerez ist einer der bedeutendsten Musikschaffenden Spaniens. Als Pianist war er bereits in den meisten spanischen Konzertsälen und zahlreichen wichtigen internationalen Konzerthallen zu erleben (Carnegie Hall und Alice Tully Hall in New York, Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, Universität Beijing, Auditorium Nacional de Madrid u.v.m.). Er spielte als Solist sowohl mit führenden spanischen Orchestern (dem Philharmonischen Orchester von Gran Canaria, dem Symphonieorchester von Teneriffa, dem RTVE Orchester, dem Symphonieorchester von Galizien, dem Symphonieorchester von Kastilien-León und dem Symphonieorchester Madrid) als auch mit bedeutenden internationalen Klangkörpern wie dem Budapest Festival Orchestra, dem Symphonieorchester Turin, dem Northern Symphony Orchestra und den Berliner Symphonikern, unter der Leitung von Dirigenten wie Stanislaw Skrowaczewski, Iván Fischer, Adrian Leaper, Matthias Bamert, Lü Jia, Günther Herbig, José Ramón Encinar und Victor Pablo Perez. Zudem wird er regelmäßig zu wichtigen Festivals wie Festival de Música de Canarias, Quincena Musical Donostiarra und Festival de Granada eingeladen.

Als herausragender Interpret spanischer Musik erhielt er für seine Aufnahme von „Iberia“ die Albéniz-Medaille, ebenso wie Alicia de Larrocha. Schon 2009 war dieses Album von der Kritik als „bemerkenswert“ beschrieben worden. Seine umfangreiche Diskographie beinhaltet außerdem sämtliche Klavierwerke von Manuel de Falla (SEDEM), Klaviermusik von Teobaldo Power (RALS) und Werke für Soloklavier sowie für Klavier und Orchester von Carlos Suriñach mit dem Symphonieorchester Teneriffa unter Victor Pablo Perez.

Er nahm erfolgreich an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil, darunter Paloma O’Shea International Piano Competition, Concurs Maria Canals, Palm Beach (USA), Pilar Bayona International Piano Competition, Premio Jaén, Viña del Mar (Chile). Außerdem erhielt er wichtige Auszeichnungen wie den „Mont Blanc“-Preis für Verdienste um die Kultur auf den Kanarischen Inseln 1991, den Preis „Casino de Tenerife“ 1990 und den „Harold Bauer-Award“ der Manhattan School of Music in New York.

Seine Kompositionen wurden von renommierten Interpreten und Gruppen aufgeführt, sowohl in Spanien als auch darüber hinaus. 2011 wurde sein Orchesterwerk „Ymarxa“, eine Auftragsarbeit des XXVII. Festival de Música de Canarias, vom Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Charles Dutoit uraufgeführt.

Außerdem entwickelte er die Software „FractMus“, die sich der Erforschung algorithmischen Komponierens widmet, und veröffentlichte zahlreiche Artikel zu diesem Thema in namhaften Magazinen, wie zum Beispiel „Electronic Musician“ und dem „Leonardo Music Journal“ des MIT. Seit 2009 wirkt er an einem Forschungsprojekt der Universität von Málaga mit: „Melomics“ wendet Prinzipien evolutionärer Algorithmen und künstlicher Intelligenz auf musikalisches Schaffen an. Im Jahr 2012 wurde das Album „Iamus“ mit Aufnahmen der im Rahmen dieser Forschungen entstandenen Kompositionen, gespielt vom London Symphony Orchestra, veröffentlicht und sorgte für großes Aufsehen in der Musikwelt.

In Santa Cruz de Tenerife auf den Kanarischen Inseln geboren, war Gustavo Díaz-Jerez zunächst Schüler von Jesus Angel Rodriguez Martin am Konservatorium seiner Heimatstadt und später von Salomon Mikowsky an der Manhattan School of Music, wo er außerdem bei Giampaolo Bracali und Ludmila Ulehla Komposition studierte. Er gehört der Königlich Kanarischen Akademie der Künste San Miguel Arcangel an und ist seit 2002 Professor für Klavier am Konservatorium des Baskenlands „Musikene“.

www.gustavodiazjerez.com 

Stand: Januar 2016

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