Julius Drake

 

Der Pianist Julius Drake lebt in London und erfreut sich einer internationalen Reputation als einer der besten Instrumentalisten seines Fachs. Bei seinen Konzerten und Aufnahmen arbeitet er mit den weltweit führenden Künstlern zusammen.

Er tritt regelmäßig in den wichtigsten Konzertsälen auf – bei Festivals in Aldeburgh, Edinburgh, München, bei der Schubertiade und den Salzburger Festspielen – in der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, dem Concertgebouw Amsterdam und der Berliner Philharmonie, im Châtelet und im Musée du Louvre in Paris, in den Opernhäusern La Scala in Mailand und Teatro de la Zarzuela Madrid, im Musikverein und dem Konzerthaus in Wien sowie in der Wigmore Hall und bei den BBC Proms in London.

Von 2000 bis 2003 war Julius Drake Direktor des Perth International Chamber Music Festival in Australien, außerdem wirkte er als musikalischer Leiter bei Deborah Warners Inszenierung von Janáčeks „Diary of One who Vanished“ mit, die in München, London, Dublin, Amsterdam und New York gastierte. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter des Machynlleth Festivals in Wales.

Julius Drake hat ein leidenschaftliches Interesse für das Lied und wurde mehrfach eingeladen, Liederzyklen zusammenzustellen, so zum Beispiel für die Londoner Wigmore Hall, die BBC und das Concertgebouw in Amsterdam. Eine dieser Reihen von Liederabenden fand unter dem Titel „Julius Drake and Friends“ in der historischen Middle Temple Hall in London statt und präsentierte herausragende Sänger wie Sir Thomas Allen, Olaf Bär, Iestyn Davies, Sergei Leiferkus, Dame Felicity Lott, Simon Keenlyside, Christoph Prégardien und Sir Willard White.

Julius Drake wird häufig zu internationalen Kammermusikfestivals eingeladen – zuletzt nach Kuhmo in Finnland, Delft in den Niederlanden, Oxford und West Cork in Irland. Sein Instrumentalduett mit Nicholas Daniel wurde in der englischen Tageszeitung The Independent als „eines der überzeugendsten der britischen Kammermusik“ beschrieben, als „lebendig, durchdacht und von höchster musikalischer Integrität“.

Für das Hyperion-Label nahm Julius Drake eine gefeierte Reihe mit Gerald Finley auf: Die Lieder Samuel Barbers, Schumanns Heine-Lieder und Brittens Songs & Proverbs of William Blake gewannen die Gramophone Awards von 2007, 2009 und 2011. Weitere Aufnahmen sind unter anderem preisgekrönte Interpretationen mit Ian Bostridge bei EMI, mehrere Konzertmitschnitte für das Wigmore Live Label mit Künstlerinnen und Künstlern wie Alice Coote, Joyce Didonato, Lorraine Hunt Liebersen, Christopher Maltman und Matthew Polenzani, sowie Aufnahmen von Tschaikowsky und Mahler mit Christianne Stotijn (Onyx) und English Song mit Bejun Mehta (Harmonia Mundi).

Derzeit arbeitet Julius Drake an einer großangelegten Aufnahme sämtlicher Lieder von Franz Liszt (Hyperion). Das zweite Album in dieser Serie, eine Aufnahme mit Angelika Kirchschlager, erhielt den BBC Music Magazine Award des Jahres 2012.

Julius Drake ist zudem ein engagierter Lehrer und wird weltweit zu Meisterklassen eingeladen, zuletzt nach Aldeburgh, Brüssel, Cincinatti, Toronto, Utrecht, und alljährlich zum Schubert-Institut in Baden bei Wien.

Er hat eine Professur an der Grazer Universität für Musik und Darstellende Künste inne, wo er einen Studiengang für Klavier-Vokalbegleitung leitet.

Seine derzeitige Konzertsaison schließt eine Tournee durch die Vereinigten Staaten mit Matthew Polanzani und Alice Coote ein, eine Schubert-Aufnahme mit dem Tenor Christoph Prégardien sowie Konzerte mit ihm und Julia Kleiter in Wien und Salzburg, gemeinsame Konzerte mit dem Tenor Ian Bostridge und dem Cellisten Steven Isserlis, Konzerte in seiner Serie „Julius Drake and Friends“ in der historischen Middle Temple Hall in London, eine Tournee durch Japan und Korea mit Anne Sofie von Otter und Camilla Tilling und eine vierteilige Reihe mit Schumann-Liedern am Amsterdamer Concertgebouw.

www.juliusdrake.com

Stand: Januar 2016

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