Folkert Uhde

 

Der seit 1987 in Berlin und Potsdam lebende Musikmanager und Konzertgestalter Folkert Uhde (Jahrgang 1965) wuchs in der Nordseestadt Wilhelmshaven mit Musik von Bach und Schütz in bester protestantischer Kantorei-Tradition auf. Nach einer Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker studierte er Kommunikations- und Musikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin sowie parallel dazu Barockvioline an der Akademie für Alte Musik Bremen. Bis 1995 war er freiberuflich als Musiker tätig, im gleichen Jahr machte er sich als Musik- und Projektmanager selbständig.

Von 1997 bis 2012 war Folkert Uhde Mitinhaber von Uhde & Harckensee MusikManagement, von 1997 bis 2008 arbeitete er als Manager und Dramaturg für das international renommierte Barockorchester Akademie für Alte Musik Berlin.

Er initiierte, programmierte und organisierte mehrere Konzertreihen und Festivals, unter anderem seit 2002 die „Biennale Alter Musik Zeitfenster“ in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin.

Mit der internationalen Koproduktion der Oper „Dido & Aeneas“ der Choreographin Sasha Waltz begann die Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen und Kulturmanager Jochen Sandig, mit dem er 2006 das inzwischen international etablierte Radialsystem V als „New Space for the Arts in Berlin“ gründete.

Seitdem hat sich Folkert Uhde vor allem mit der kreativen Entwicklung und Realisierung neuer künstlerischer Formate und Projekte, insbesondere für die Aufführung klassischer Musik im weitesten Sinne, einen Namen gemacht.

Für ARTE, 3SAT und ZDF.Kultur entwickelte und produzierte er Film- und Fernsehproduktionen im Bereich klassischer Musik.

2009 wurde er für seine innovative Herangehensweise im Zusammenhang mit dem Radialsystem V als Kulturmanager des Jahres ausgezeichnet.

Seit Sommer 2012 gehört er zum Dozententeam des von der Hamburger Alfred Töpfer Stiftung initiierten Programms „Concerto 21“ und engagiert sich in diesem Rahmen für die künstlerische Weiterentwicklung und Etablierung junger Ensembles und Solisten. Folkert Uhde unterrichtet an der Zeppelin University Friedrichshafen innovative Konzertdramaturgie und kreative Projektentwicklung. Seit 2012 arbeitete er als Konzertdesigner mit dem Festival „Dialoge“ der Stiftung Mozarteum in Salzburg zusammen. Ebenfalls im Jahr 2012 wurde er für vier Jahre ab 2013 zum künstlerischen Leiter des traditionsreichen Festivals „Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra“ berufen. Für den Nicolaisaal Potsdam kuratierte und moderierte er 2012–2014 die Konzertreihe „Aufgemischt“, im Borusan Music House Istanbul gestaltet er seit 2012 regelmäßig die Radialsystem V-Reihe „New Sounds of Berlin“.

Gemeinsam mit dem Bregenzer Kongressgestalter Hans-Joachim Gögl wurde er vom Montforthaus und der Stadt Feldkirch in Vorarlberg/Österreich mit der Entwicklung und Umsetzung einer Profil prägenden Leuchtturm-Bespielung des Hauses für die Jahre 2015–2017 beauftragt. Diese Reihe präsentiert an drei Wochenenden im Jahr unter dem Titel „Zwischentöne“ neuartige Formate zwischen Musik und Dialog. Mit dem Jahresbeginn 2015 übernahm Folkert Uhde die Intendanz der Köthener Bachfesttage von Hans-Georg Schäfer, dem ehemaligen Intendanten der Berliner Philharmoniker und langjährigem Leiter der Ansbacher Bachwochen. Die nächsten Köthener Bachfesttage finden Anfang September 2016 statt.

Der von Folkert Uhde eingeführte Begriff „Konzertdesign“ für die umfassende Neugestaltung von Konzertinhalten und Konzertabläufen als Reaktion auf die sich rasant verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen setzt sich immer mehr im öffentlichen Diskurs über die Zukunft der Klassischen Musik durch.

Stand: Januar 2016

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