Zafraan Ensemble

Zafraan steht für Musik, die das heutige Leben, die heutige Gesellschaft, die heutige Realität in all ihren Facetten reflektiert. Im Zusammenspiel mit anderen Kunstformen beobachtet, erforscht und verarbeitet Zafraan das, was uns umgibt: die Menschen, das Geschehen, die Natur, die Technologien, die Normalitäten und die Absurditäten von heute.
Die aus zehn festen Mitgliedern aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland bestehende Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt hauptsächlich aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Cello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Perkussion abgedeckt wird. In Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manuel Nawri oder Titus Engel, mit Künstler*innen wie Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez, Salome Kammer, Ulrich Rasche, Christoph Winkler, mit Komponist*innen wie Samir Odeh-Tamimi, Johannes Schöllhorn, Elena Mendoza, Stefan Keller, Lula Romero, Eres Holz, Sarah Nemtsov oder Johannes Boris Borowski gehen sie ans Limit, riskieren und schaffen Neues.
Ein Markenzeichen des Ensembles sind dramaturgisch klug konzipierte Programme, aber auch inszenierte Konzerte oder immersive Formate, in denen eine Verknüpfung mit Kunstrichtungen wie Theater, Performance, Installation und Tanz stattfindet.
2017 startete das Ensemble in der Musikbrauerei Berlin die Festivalreihe „Match Cut“, die 2019 ihre zweite Ausgabe in der Volksbühne Berlin erlebte. Dabei erkundete das Ensemble gemeinsam mit dem Publikum, das von Invisible Playground eingebunden wurde, und mit Gruppen wie dem Andromeda Mega Express Orchestra, Squintaloo, Babylon Orchestra oder Phillip Sollmann und John Gürtler die musikalischen Schnittstellen mit angrenzenden Genres. Im kommenden Jahr wird die dritte Ausgabe zu erleben sein.
Sein zehnjähriges Bestehen nahm das Ensemble zum Anlass für gemeinsame Konzerte mit anderen Gruppen wie L'Itinéraire, Court-Circuit und KNM Berlin. Im September 2020 begann die zehnteilige Konzertreihe „UA Berlin“, die wichtige Berliner Uraufführungen seit Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“ präsentiert und in künstlerische Zusammenhänge stellt.
Die hohe Live-Präsenz des Ensembles wird regelmäßig mit dem Gang in Tonstudios verbunden, häufig in Zusammenarbeit mit dem WDR, SWR und dem RBB. Zuletzt entstanden dabei die Aufnahmen mit Kammermusikwerken von Christophe Bertrand „Vertigo“ bei bastille musique (2020), die Aufnahme von Kammermusikwerke von Johannes Schöllhorn sind in der Fertigstellung.
Die CD-Veröffentlichungen „Palimpsesto“ bei Testklang (2014), „Borowski, Holz, Keller: Klangrede“ bei bastille musique (2016), „Samir Odeh-Tamimi: Chamber Works“ bei Kairos (2018) „Lula Romero: Ins Offene:“ bei Wergo (2019) stießen international auf sehr positive Resonanz und wurden vom Preis der deutschen Schallplattenkritik auf die Longlist gesetzt.

http://zafraanensemble.com/

Zafraan Ensemble

© Neda Navaee

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