Valery Gergiev

© Marco Borggreve

Valery Gergiev

Valery Gergiev leitet als Direktor seit über 20 Jahren erfolgreich das legendäre Mariinsky-Theater in St. Petersburg, das in dieser Zeit zu einem der renommiertesten Vertreter der russischen Kultur aufgestiegen ist. Darüber hinaus ist Valery Gergiev Leiter des 1995 von Sir Georg Solti gegründeten World Orchestra for Peace. Von 2007 an war er außerdem Chefdirigent des London Symphony Orchestra. Er ist Initiator und Künstlerischer Leiter der Stars of the White Nights und New Horizons Festivals in St. Petersburg, des Moskauer Osterfestivals, des Gergiev Rotterdam Festivals sowie dem Festival der Münchner Philharmoniker MPHIL 360°.

In Moskau geboren, studierte Valery Gergiev Dirigieren bei Ilya Musin am Leningrader Konservatorium. Bereits als Student war er Preisträger des Dirigierwettbewerbs der Herbert von Karajan-Stiftung in Berlin. 1978 wurde Valery Gergiev 24-jährig Assistenzdirigent von Yuri Temirkanov am Mariinsky-Theater, wo er mit Sergej Prokofjews Tolstoi-Vertonung „Krieg und Frieden“ debütierte. 2003 dirigierte er als erster russischer Dirigent seit Tschaikowsky das Saisoneröffnungskonzert der Carnegie Hall.

Heute ist er ein gern gesehener Gast auf allen großen Konzertbühnen und präsentiert mit dem Mariinsky-Ensemble Höhepunkte des russischen Ballett- und Opernrepertoires, Richard Wagners „Ring“ sowie sämtliche Symphonien von Dmitri Schostakowitsch und Sergej Prokofjew. Mit dem London Symphony Orchestra trat er regelmäßig im Barbican, bei den Proms und dem Edinburgh Festival auf.

In der Saison 2010/2011 dirigierte er beide Ensembles in einem symphonischen Zyklus zum Mahler-Jahr in New York. Zahlreiche Auszeichnungen begleiten außerdem seine Dirigentenkarriere, so z.B. der Grammy Award, der Polar Music Prize, der Herbert von Karajan-Musikpreis und der Preis der All-Union Conductor’s Competition in Moskau.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist Valery Gergiev Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Unter seiner Leitung wurde bereits vorher ein Projekt umgesetzt, das es in dieser Form in München so bislang noch nie gegeben hatte: die Aufführung aller 15 Symphonien von Dmitri Schostakowitsch in der Saison 2011/12 gemeinsam mit dem Mariinsky-Orchester. Diese Form der zyklischen Zusammenarbeit wurde in der Saison 2013/14 mit Werken Igor Strawinskys fortgesetzt.

Stand: Juni 2016

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