John Wilson

© Chris Christodoulou

John Wilson

John Wilson stand im Jahr 2007 auf der Shortlist für den renommierten Dirigentenpreis der Royal Philharmonic Society. Als Dirigent, Arrangeur und Musikwissenschaftler von großem Renommee, ist er international als Experte für die leichte Musik, Jazz sowie Musik für Film und Fernsehen anerkannt; außerdem ist er ein leidenschaftlicher Fürsprecher der britischen Musik. Er ist einer der Chefdirigenten der Northern Sinfonia und arbeitet regelmäßig mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Philharmonia sowie den BBC Scottish, BBC Symphony und BBC Concert Orchestern zusammen. Er ist einer der Hauptgastdirigenten des RTÉ Concert Orchestra in Dublin, hat die finnische Sinfonia Lahti dirigiert und außerdem in Deutschland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Island und Bulgarien gearbeitet.

Im Jahr 2007 gab er bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall sein Debüt, das vom Fernsehsender BBC2 ausgestrahlt wurde. Außerdem debütierte er in diesem Jahr in Australien (Melbourne und Adelaide) und mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall. 2009 kehrte er mit einem fulminanten Programm zu den BBC Proms zurück. Er präsentierte sein eigenes Orchester mit einem Programm, das 75 Jahre Musicalgeschichte der MGM-Studios feierte. Dieses Konzert wurde live auf BBC2 ausgestrahlt, von 3,5 Millionen Menschen gesehen und dreimal wiederholt. Das Konzert erschien später auf DVD. John Wilson und sein Orchester traten im August 2010 mit einem gefeierten Konzert mit Musik von Rodgers & Hammerstein wiederum bei den BBC Proms auf, das ebenfalls von BBC2 ausgestrahlt wurde. Im November 2010 ging das Orchester mit dem Programm auf eine Tournee durch das Vereinigte Königreich. Das Programm „Swingin’ Christmas“ wurde am ersten Weihnachtsfeiertag von BBC2 gesendet und am Neujahrstag wiederholt. 2010 gab John Wilson außerdem sein Operndebüt mit Gilbert & Sullivans „Ruddigore“ an der Opera North; im Herbst 2011 ging diese Produktion auf Tournee.

Mit dem John Wilson Orchestra spielte er zahlreiche Aufnahmen für das Label Vocalion ein, bevor er einen Exklusivvertrag für sein Orchester mit Warner Classics abschloss.

John Wilson ist ein begeisterter Fürsprecher für britische Musik und unter seinen Plattenaufnahmen finden sich Werke von John Ireland mit dem Hallé Orchesta, vier hochgefeierte Aufnahmen der Musik von Eric Coates mit dem BBC Concert Orchestra und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra sowie Werke von Vaughan Williams, Arnold Bax und Edward German.

Auch als Arrangeur ist John Wilson äußerst erfolgreich und hat zahllose Orchestrierungen für Film, Rundfunk und Fernsehen produziert. Er arrangierte und dirigierte die Musik für Kevin Spaceys Film „Beyond the Sea“, die 2006 für einen Grammy Award nominiert wurde. Er arbeitet seit langem eng mit Paul McCartney zusammen und hat einige seiner Kompositionen gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra aufgeführt. In den USA wurden seine Arrangements und Orchestrierungen von Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, den Boston Pops, dem National Symphony Orchestra of Washington und dem Cleveland Symphony Orchestra gespielt.

Angeregt durch sein langjähriges Interesse an Filmmusik restaurierte John Wilson eine Reihe klassischer Filmpartituren. Er nahm eine enorme Herausforderung der MGM-Studios an: die Rekonstruktion verlorener Orchestrierungen aller wichtigen Musicals, darunter „High Society“, „Singin’ in the Rain“, „The Band Wagon“ und „An American in Paris“. Im Jahr 2007 dirigierte er das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra bei der europäischen Erstaufführung der frisch restaurierten Partitur von „The Wizard of Oz“, die synchron zum Film gespielt wurde; es folgte die erste Aufführung in Dublin mit dem RTÉ Concert Orchestra. Im November 2010 dirigierte er „Singin’ in the Rain“ mit dem Orchester Philharmonia in der Royal Festival Hall.

John Wilson wurde 1972 in Gateshead, Tyneside, geboren und studierte am Royal College of Music Komposition und Dirigieren bei Joseph Horovitz und Neil Thompson. Im Jahr 1995 schloss er sein Studium dort ab und gewann alle wichtigen Preise für das Dirigieren sowie die begehrte Tagore Gold Medal für hervorragende Leistungen eines Studierenden. Vor kurzem wurde er zum Fellow des RCM ernannt.

www.johnwilsonorchestra.com 

Stand: August 2016

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