Milo Rau

© IIPM Thomas Müller

Milo Rau

 

Milo Rau, geboren 1977 in Bern, studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin, u. a. bei Tzvetan Todorov und Pierre Bourdieu. 1997 unternahm er erste Reportage-Reisen (Chiapas, Kuba) und war ab 2000 als Autor für die „Neue Zürcher Zeitung“ tätig. Seit 2003 arbeitet Milo Rau als Regisseur und Autor im In- und Ausland. 2007 gründete er für die Produktion und Auswertung seiner künstlerischen Arbeiten die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft „IIPM – International Institute of Political Murder“, die er seitdem leitet. Seine Theaterinszenierungen und Filme (u. a. „Die letzten Tage der Ceausescus“, „Hate Radio“, „City of Change“, „Breiviks Erklärung“, „Die Moskauer Prozesse“, „The Civil Wars“, „The Dark Ages“, „Das Kongo Tribunal“) tourten durch bisher über 30 Länder und wurden zu internationalen Festivals eingeladen – u. a. Berliner Theatertreffen, Festival d’Avignon, Wiener Festwochen, Festival Trans-Amériques, Kunstenfestivaldesarts Brüssel und Biennale Teatro di Venezia. Neben seiner Arbeit für Bühne und Film ist Milo Rau als Dozent für Regie, Kulturtheorie und soziale Plastik an Universitäten und Kunsthochschulen tätig. Zuletzt wurde der Autor und Regisseur mit dem Schweizer Theaterpreis 2014, dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (für „Hate Radio“), einer besonderen Auszeichnung auf dem Festival des Deutschen Films (für „Die Moskauer Prozesse“) und dem Jurypreis des Festivals Politik im Freien Theater (für „The Civil Wars“) geehrt. Im November 2015 wurde Milo Rau mit dem erstmals vergebenen „Konstanzer Konzilspreis. Preis für Europäische Begegnungen und Dialog“ ausgezeichnet. Raus politischer Essay „Was tun? Kritik der postmodernen Vernunft“ wurde von der deutschen Tageszeitung „taz – die tageszeitung“ zum „Politischen Buch des Jahres 2013“ gekürt. 2016 wurde Rau vom Internationalen Theaterinstitut als bisher jüngster Preisträger mit dem renommierten „ITI-Theaterpreis zum Welttheatertag“ ausgezeichnet.

Stand: April 2017

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