Francesco Cavalli

Quelle: Enciclopedia italiana di scienze, lettere ed arti, éd. Istitutio Giovanni Trecani (1931)

Francesco Cavalli

Francesco Cavalli (1602–1676) ist neben Monteverdi der wichtigste Meister der frühen venezianischen Oper und hat den Weg dieser Kunstform vom abgeschlossenen Milieu höfischer Feste hin zu Öffentlichkeit und Publikumswirksamkeit maßgeblich mitgeprägt. Cavalli wurde am 14. Februar 1602 in der norditalienischen Stadt Crema in der Nähe von Mailand als Sohn des Domkapellmeisters geboren. Im Alter von 14 Jahren wurde der mit einer außergewöhnlichen Stimme begabte Cavalli als besoldeter Chorknabe in die berühmte Kapelle des Markusdoms in Venedig aufgenommen, die unter der Leitung Claudio Monteverdis stand. Cavalli erhielt hier eine umfassende musikalische Ausbildung, wobei er auch als Organist brillierte. Er wirkte zunächst an verschiedenen venezianischen Kirchen und übernahm dann mehrere Aufgaben am Markusdom, wo er schließlich 1668 zum Domkapellmeister berufen wurde. Neben dieser auch kompositorisch bedeutenden kirchenmusikalischen Karriere schuf Cavalli zwischen 1639 und 1669 etwa dreißig ungewöhnlich gut überlieferte Opern, die ihm international den Ruf des führenden Opernkomponisten seiner Zeit einbrachten.

Stand: Juni 2017

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