Johann Jakob Froberger

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Johann Jakob Froberger

Johann Jakob Froberger (1616–1667) ist einer der bedeutendsten Komponisten von Musik für Tasteninstrumente des 17. Jahrhunderts, der zahlreiche Gattungen entscheidend geprägt hat. Froberger führte ein unstetes Reiseleben voller heutzutage nicht mehr nachvollziehbarer Ortswechsel. In seiner Biografie klaffen so enorme Lücken. Noch beklagenswerter ist indessen, dass die Überlieferung seiner Musik unter empfindlichen Verlusten leidet.

Froberger entstammt einer Stuttgarter Musikerfamilie und unterhielt zeitlebens enge, auch persönliche Verbindungen zum Hof der Württemberger. Der zweite Fixpunkt war der Habsburger Hof in Wien, der ihn 1637 mit einem Stipendium für einen Studienaufenthalt bei Girolamo Frescobaldi in Rom ausstattet. Ab 1641 erscheint Frobergers Name dann mit mehreren, teils jahrelange Unterbrechungen auf den Gehaltslisten des Wiener Hofes, wobei wir annehmen, dass der weltgewandte, ganz Europa bereisende Musiker auch diplomatische Aufgaben übernahm. Gegen Ende der 1660er Jahre orientierte sich Froberger wieder stärker zum Württemberger Hof hin, wo er in der Herzogin Sibyllla eine außerordentlich begabte Schülerin fand. Der Komponist starb im Mai 1667 während eines Gottesdienstes in Anwesenheit Sybillas.

Stand: Juni 2017

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